Work and Travel in Australien

Work and Travel im Outback von Australien

Work and Travel bietet jungen Menschen eine großartige Möglichkeit die Welt zu sehen. Eine solide Absicherung sollte auf jeden Fall mit im Gepäck sein.

Gerade erst das Abitur in der Tasche und schon auf in die große, weite Welt. Das war mein Traum, den ich mir genauso erfüllt habe. Und um dem Trend zu folgen, entschied ich mich natürlich für Australien.

Um meine Eltern etwas zu beruhigen, verglich ich im Internet einige Organisationen, die bei der Vorbereitung des längeren Auslandsaufenthalts und auch währenddessen unterstützen sollen. 

Ich wählte einen Veranstalter und erhielt vier Wochen vor Abflug die E-Mail-Adressen der Personen, die mit demselben Flugzeug in das fremde Land flogen. Somit konnte ich schon vor der Abreise die Leute etwas kennen lernen und flog nicht ganz allein ins Ungewisse.

Das „Willkommenspaket“ des Veranstalters beinhaltete ein original australisches Barbecue direkt am Strand, einen eintägigen Surfkurs, einen Pubcrawl mit dem gesamten Hostel und eine geführte Walking Tour durch Sydney. Somit fing meine erste Woche in Australien direkt mit tollen, australischen Eindrücken an. So war ich abgelenkt und konnte meinen Jetlag sehr gut überwinden.

Work and Travel: Arbeiten auf der Pferdefarm

Während der ersten Woche bewarben Franzi (ein Mädchen aus Hamm, das mit mir im selben Flugzeug nach Australien saß) und ich uns auf einer Pferdefarm im Outback. Wir bekamen schnell eine positive Rückmeldung und fuhren schon einen Tag nach unserer Einführungswoche mit dem Zug Richtung der Stadt Orange.

Nach unserer Ankunft wurden uns direkt unsere „eigenen“ fünf Pferde zugeteilt. Diese mussten wir je nach Alter entweder zuerst an Sattel und Trense gewöhnen oder sogar schon selbst einreiten. Unser Arbeitsmodell nannte sich dort Wwoofing“, was so viel bedeutet wie „für Kost und Logis“. Wir arbeiteten also und bekamen dafür die Unterkunft und das Essen umsonst.

Die Farmerin Heather lebt von der Arbeit mit den Backpackern. Denn 45 Jungpferde einzureiten und nebenbei noch die Zucht zu betreiben wäre alleine unmöglich. Neben uns gab es nämlich noch weitere Reisende aus unterschiedlichen Ländern, die sich zum Teil auch um die Pferde kümmerten oder die Farm instand hielten.

Zurück nach Sydney über Silvester

Nach sechs Wochen verabschiedete ich mich schweren Herzens von der Pferdefarm, um mich wieder auf den Rückweg nach Sydney zu machen. Über Weihnachten und Silvester hatte ich mich nämlich bei Freunden meiner Großeltern angekündigt. Die lebten in Sydneys Stadtteil Manly, fast direkt am Strand.

In dieser Zeit ging ich von Restaurant zu Restaurant, um mein CV (curriculum vitae) abzugeben und hoffentlich einen der raren und sehr beliebten Kellnerjobs unter den Backpackern zu ergattern.

Ich hatte ziemlich großes Glück. Ein deutsches Restaurant ließ mich Probearbeiten und stellte mich danach ein. Somit hatte ich für die nächsten Wochen einen sicheren Lohn und konnte mir eine geeignete WG suchen. Schlussendlich landete ich bei zwei Französinnen, zwei Japanern und einer Deutschen in einer wunderschönen Wohnung in der Nähe des berühmten Darling Harbours. Die nächsten viereinhalb Monate bestanden aus Arbeiten, Feiern gehen und neue Leute kennen lernen.

Auf nach Bali

Danach war ich reif für Urlaub im Urlaub und buchte mir spontan einen Flug nach Bali – alleine. Ohne genau zu wissen, welches Visum ich brauche oder mit welcher Währung in dem Land gezahlt wird, flog ich los und traf zufälligerweise am Flughafen von Denpasar auf eine alte Bekannte aus Sydney. Sie erklärte mir kurz das Nötigste, empfahl mir ein Hostel in der Stadt Kuta und flog dann selbst wieder zurück nach Australien.

Ich nahm mir dann ein Taxi zu besagtem Hostel und hatte schon wieder riesiges Glück. Das schwedische Mädchen, das sich mit mir ein Zimmer teilte, war ebenso wie ich alleine auf Bali unterwegs. Deshalb beschlossen wir, die nächsten zwei Wochen gemeinsam zu verbringen.

Doch ab da war es leider vorbei mit dem großen Glück. Innerhalb der nächsten zwei Wochen durfte ich dreimal einen Arzt aufsuchen. Bei dem Versuch einen Tauchschein zu erwerben, erlitt ich eine schmerzhafte Mittelohrentzündung. Einige Tage danach lag ich mit einer Lebensmittelvergiftung zwei Tage lang flach (hätte ich doch nur die Eiswürfel in den Cocktails abbestellt…) Und bei einer Tour durch den Affenwald in Ubud wurde ich außerdem noch von einem Affen gebissen, weshalb ich zum dritten Mal in zwei Wochen zum Arzt gehen und auf Tollwut getestet werden musste.

Zum Glück hatte ich vor meiner Reise eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen, die für diese Arztbesuche leistete.

Von Bali zurück nach Australien

Nach diesen sehr schönen, aber auch teilweise sehr schmerzhaften zwei Wochen flog ich wieder zurück nach Sydney. Drei Tage nach meiner Ankunft ging das Abenteuer gleich weiter. Ich hatte in einem Reisebüro einen achtwöchigen Ostküsten-Trip nach Cairns gebucht.

Nach Aufenthalten in den wunderschönen Städten Byron Bay, Surfers Paradise und Noosa erreichte ich den Ort Rainbow Beach. Von dort aus fuhr eine Fähre nach Fraser Island – die größte Sandinsel der Welt. Auf dieser Insel gibt es keinerlei Straßen, sondern nur Sand. Deshalb sind dort auch nur Autos mit Allradantrieb erlaubt. Außerdem leben auf der Insel auch freilebende Hunde (Dingos).

Ich war mit einer geführten Gruppe von ca. 30 Personen unterwegs und der Lake McKenzie war das Highlight unseres ersten Tages. Dieser See bietet glasklares Wasser und schneeweißen Sand. Abends grillten wir gemeinsam und liefen dann an den Strand, um die Sterne zu beobachten.

Die Pechsträhne reißt nicht ab

Nach einiger Zeit wurde ich ziemlich müde und lief gemeinsam mit einem Bekannten wieder zurück in unser Campinglager. Bei der Rückkehr in der Dunkelheit fiel ich leider trotz vorheriger Warnung in einen Dingoschutz, der dafür da ist, dass die Dingos nicht auf das Campinggelände gelangen.

Man kann sich diesen Dingoschutz ungefähr wie ein Kuhgitter vorstellen. Zu dem Zeitpunkt war mir leider nicht mehr klar, dass dieses Gitter unter Strom stand. Und so kam es wie es kommen musste: ich lief darüber, bekam einen Stromschlag und fiel in den Schutz hinein. Dabei brach ich mir meinen Knöchel. Somit war das Pech perfekt.

Ich wurde am nächsten Tag von einem Krankenwagen abgeholt, auf die Fähre gebracht und von dort aus mit einem weiteren Krankenwagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus auf dem Festland gefahren. Dort bekam ich einen Gips und ein sehr zuvorkommender Arzt nahm mich nach seiner Schicht wieder zurück in das 70 Kilometer entfernte Hostel in Rainbow Beach.

Nach vielen Telefonaten mit meinen Eltern und der Versicherung entschied ich mich in einer 28-stündigen Busfahrt nach Cairns zu fahren. Dort lebte eine alte Freundin meiner Tante. Ich verbrachte einige Tage bei ihr zuhause und flog dann zurück nach Sydney, um auf weitere Instruktionen meiner Versicherung zu warten.

Nach einer Woche meldete sich diese bei mir, um mir mitzuteilen, dass mir ein Heimflug von Sydney über Dubai nach München gebucht wurde. Da ich meinen Knöchel jedoch die meiste Zeit des Tages hochhalten sollte, durfte ich sogar in der Business Class fliegen.

Work and Travel – achten Sie auf die passende Absicherung

Ich war echt froh, dass ich mich am Anfang meiner Reise dazu entschieden habe, eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Denn die gesamten Kosten für die Arztbehandlungen und den Krankenhausaufenthalt beliefen sich auf ca. 10.000 australische Dollar. Das Ärgerliche war nur, dass ich das Geld vorstrecken musste und die Versicherungsleistung erst dann erhielt, als ich die Originalrechnungen einreichte.

Deshalb mein Tipp: beim Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung immer darauf achten, ob der Versicherer einen sogenannten Assistance Partner hat. ERGO Direkt arbeitet hier mit dem Partner ECH zusammen, der bei Krankenhausaufenthalten eine direkte Leistungszusage gibt und die Kommunikation mit dem Krankenhaus führt. Das bedeutet, man selbst wird nur behandelt und der Partner kümmert sich um alles Weitere, wie z.B. die Bezahlung der Rechnung des Krankenhausaufenthalts oder die Veranlassung eines Rücktransports.

Außerdem gibt es auf unserer Website die Möglichkeit, eine Arztbehandlung im Ausland zu melden. Hierbei muss man ein Foto der Rechnung anhängen und nur im Einzelfall das Original einsenden. Innerhalb von zehn Tagen ist das Geld auf dem Konto.

Unsere Auslandskrankenversicherung gilt für eine Reisedauer von 8 Wochen. Für längere Aufenthalte empfehlen wir die Aupair und Studentenversicherung der Europäischen Reiseversicherung. Diese sichert Reisende bis zu zwei Jahren ab. 

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