Wintergrillen leicht gemacht

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Grillen im Winter liegt im Trend, so wie Grillen im Allgemeinen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Tipps zum Wintergrillen.

Für mich ist Grillen im Winter eine Selbstverständlichkeit und ein großes Vergnügen. Da ich gern und viel koche, ist die Zubereitungsart des Grillens immer eine schöne Abwechslung. Für viele Gerichte eignet sich der Grill einfach ideal, da er sehr hohe Temperaturen erreichen kann und Fettdunst problemlos abzieht. Außerdem sind durch Zubehör endlose Einsatzmöglichkeiten für den Grill gegeben, sodass im Grunde jedes Fleisch in einer idealen Garart zubereitet werden kann.

Viele Spitzenköche nutzen mittlerweile gerade für Steaks und kurzgebratenes Fleisch Gas- oder Holzkohlegrills. Wer keinen Gastronomiesmoker oder Großflächengrill mit Abzug in der Küche stehen hat, muss zwangsläufig draußen grillen. Denn durch das beim Verbrennen der Holzkohle entstehende Kohlenmonoxid sind beim Grillen in der Wohnung Vergiftungen vorprogrammiert. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellt dieses Thema hier kompakt vor. Eine Unfallversicherung und die Risikolebensversicherung können zwar den finanziellen Schaden einer Verbrennung mindern, nicht aber Schmerzen und persönliches Leid.

Glühende Holzkohle im Grill

Holzkohle immer trocken lagern

Das Besondere am Wintergrillen
Bei Minusgraden spielt die Wahl des Grillguts eine große Rolle. Durch den starken Temperaturunterschied zwischen dem Grillrost und der Außentemperatur eignen sich gerade Steaks, Bratwürste, Kebap-Spieße, kleine Fische, Seafood, geschnittenes Gemüse. Diese Teile können ausgezeichnet direkt gegrillt werden. Beim direkten Grillen, also dem Garen direkt über der glühenden Kohle ist der Abstand zwischen Glut und Grillgut am geringsten.

Um das Anzünden von Holzkohle im Winter so leicht wie möglich zu machen, sollte die verwendete Holzkohle möglichst trocken sein. Selbst volle Säcke ziehen bei der Lagerung im Baumarkt bereits Feuchtigkeit. Ich lagere die Holzkohle im Winter ein paar Tage vor dem Grillen in der Wohnung. Dadurch zündet die Kohle besser und qualmt deutlich weniger beim Durchglühen. Außerdem muss bei kalten Außentemperaturen immer berücksichtigt werden, dass deutlich mehr Kohle für die gleiche Menge Fleisch verbraucht wird als in der Sommerzeit.
Bevor Sie mit klammen Fingern versuchen, Ihren Grill mit Anzündwürfeln im kalten Winterwind zu starten, verwenden Sie besser einen Anzündkamin. Damit ist das „Feuermachen“ zwar entzaubert, aber mit ein oder zwei Anzündwürfeln sind nach spätestens 25 Minuten alle Kohlen durchgeglüht und es kann losgehen.

Hier ein paar Beispiele für direktes Grillen im Winter:


Ein Deckel ist Gold wert
Um die Außentemperatur möglichst gut vom Grillgut abzuschirmen, eignen sich Grills mit Deckel. Diese sind auch perfekt für das indirekte Grillen. Dabei wird das Grillgut neben die Glut auf dem Rost platziert und – gerade im Winter wichtig – der Deckel geschlossen, damit die heiße Luft nicht sofort entweicht, sondern um das Grillgut zirkuliert. In sehr vielen Haushalten stehen Kugelgrills, die genau das können. Leider wird der Deckel von vielen jedoch als reiner Regenschutz verwendet.
Sofern ein Deckel für den Grill vorhanden ist, lassen sich auch im Winter ganze Gerichte auf dem Grill zubereiten. Hier ein Beispiel wie ein Grill mit einer direkten und indirekten Grillzone parallel genutzt werden kann. Während des Garvorganges bleibt der Deckel im Winter natürlich geschlossen.
Sollten im Winter einmal mehr als sechs Gäste zum Grillen erwartet werden und sollte die Grillfläche nicht ausreichen, bieten sich folgende Tricks an:

  • Zusätzlich zum Gegrillten auch Stockbrot über einem Feuer zubereiten (dadurch kann sich jeder etwas zubereiten und eventuelle Servierpausen aufgrund der langen Garzeiten sind gefühlt etwas kürzer).
  • Einen größeren Grill bauen, zum Beispiel einen „Ugly Drum Smoker“

Wenn Sie noch Fragen zum Wintergrillen haben, beantworte ich diese gerne in den Kommentaren und freue mich auf die Diskussion zu weiteren Tipps & Tricks.

Meine 10 Tipps fürs Wintergrillen:

  • Grillkohle trocken aufbewahren, notfalls in der Wohnung trocknen lassen
  • Mit deutlich höherem Holzkohleverbrauch als im Sommer rechnen
  • Feste Schuhe, Mütze und Handschuhe bereit legen
  • Möglichst keine Polyesterkleidung beim Grillen tragen
  • Rindfleisch immer vor dem Grillen auf Raumtemperatur bringen
  • Windgeschützten Standplatz für den Grill suchen
  • Kohlen mindestens 30 Minuten vor Grillbeginn im Anzündkamin anzünden
  • Sofern vorhanden: Deckel beim Grillen verwenden
  • Bratwürste mit etwas Abstand zueinander auf dem Grillrost platzieren
  • Transportmöglichkeit ohne Wärmeverlust des Garguts sicherstellen (z.B. heiße Porzellanplatte, Styroporbox, Kühlbox mit heißen Wasserflaschen füllen und Essen darin transportieren)
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