Schaltjahr: „Ich bleibe ewig jung“

Geburtstag im Schaltjahr

Alle vier Jahre hat unser Kalender einen Tag mehr: Ein Schaltjahr steht an. Meine Kollegin, Hannelore Matz, ist die einzige Mitarbeiterin von ERGO Direkt, die am 29. Februar Geburtstag hat. Sie erzählt, warum sie stolz auf diesen besonderen Tag ist.

Hannelore Matz ist eine von nur 57.000 Menschen in Deutschland, die am 29. Februar geboren sind. Bei ERGO Direkt ist meine Kollegin gar die einzige mit diesem besonderen Geburtstag. Dabei hätte es bei ihr ein ganz normaler Tag werden sollen. Denn der damals errechnete Geburtstermin war der 21. Februar. „Ich dachte mir wohl schon im Bauch, dass ich einen ganz besonderen Tag brauche“, erzählt Matz mit einem Augenzwinkern.

Das Schaltjahr sorgt für ewige Jugend

Bei vielen Schalttags-Kinder sorgt die Frage, „Wann feiere ich meinen Geburtstag?“, wohl für die größten Sorgen. Feiert man lieber vor – oder nach? Was bringt Unglück? Und was Glück? Bei Hannelore Matz haben die Eltern sehr schnell entschieden, dass der Geburtstag am 28. Februar gefeiert wird. Denn der Geburtstermin liege in diesem Monat und nicht im März, sagt Matz. Und diese Tradition behält sie bis heute bei. Außer natürlich in einem Schaltjahr.

Heute ist sie stolz auf ihren besonderen Geburtstag. „Denn niemand in meinem Bekanntenkreis ist am 29. Februar geboren. Jeder kann sich diesen ungewöhnlichen Tag merken“, erzählt Hannelore Matz. „Und ich bleibe ewig jung“, ergänzt sie. Selbst mit 80 wäre sie erst 20 Jahre alt. Wer würde sich das nicht wünschen?

Warum brauchen wir den 29. Februar?

Jedes Kind weiß, dass ein Jahr normalerweise 365 Tage hat. Warum müssen wir alle vier Jahre nun den 29. Februar einschieben? Schuld ist unsere Erde, die sich etwas zu langsam um die Sonne dreht. Denn ausschlaggebend für unseren Kalender ist die Umlaufzeit der Erde um die Sonne. Dieser Zeitraum ist etwas länger als 365 Tage. Deshalb wird dieser Zeitverlust alle vier Jahre durch den 29. Februar ergänzt.

Doch warum wird das Schaltjahr am 29. Februar und nicht am Ende des Jahres, also am 32. Dezember, eingeschoben? Diese Regelung geht auf Julius Caesar zurück. Denn das alte römische Jahr begann bei ihm mit dem März. Das Kalenderjahr endete damals also mit dem 28. beziehungsweise 29. Februar. Im Laufe der Zeit behielt man zwar die Namen der Monate bei, die Bezifferung wurde allerdings geändert. Deshalb wird in unserem heute gültigen Kalender der zusätzliche Tag schon Ende Februar eingeschoben.

Unnützes Wissen rund um den 29. Februar

  • Die Erde braucht exakt 365,2425 Tage, um die Sonne zu umrunden. Das sind 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden.
  • Drei Mal in 400 Jahren muss das Schaltjahr ausfallen, damit wir der Zeit nicht voraus wären.
  • Ein Schaltjahr hat 31.622.400 Sekunden.
  • Ein normales Jahr hat 31.536.000 Sekunden.
  • Das bisher längste Jahr war 1972. Denn es war einerseits ein Schaltjahr und andererseits gab es zwei Schaltsekunden.
  • Das kürzeste Jahr gab es 1582. Damals wurden mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders ganze zehn Tage (zwischen dem 4. und 15. Oktober) übersprungen.
  • Der islamische Kalender kennt kein Schaltjahr. Hier hat jeder ungerade Monat 30 Tage und jeder gerade Monat 29 Tage.
  • Das jüdische Kalenderjahr ist immer unterschiedlich lang. Mal sind es zwölf Mond-Monate (353 bis 355 Tage) – mal sind es 13 Mond-Monate (383 bis 385 Tage).

Ein besonderer Tag also – dieser 29. Februar. Meine Kollegin Hannelore Matz feiert ihren Geburtstag aber wie jedes Jahr. Es gibt bei ihr keine spezielle Party, die nur alle vier Jahre stattfindet. „Auch, wenn es sich innerlich natürlich schon nach etwas Besonderem anfühlt“, sagt Matz.

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