Praktikum bei einer Versicherung – voll langweilig, oder?

Ich habe die Praktikantenwoche bei ERGO Direkt besucht und bin auf sehr kreative und kommunikative Schüler getroffen.

Praktikum bei ERGO Direkt

Unsere Praktikanten planten eine eigene Marketingmaßnahme.

In der ersten Osterferienwoche durfte ich bei unserer Praktikantenwoche im Recruitment Mäuschen sein. Kopieren, Kaffee kochen oder einfach nur daneben sitzen und zusehen: das sind die vermeintlich typischen Aufgaben für Praktikanten. Doch mein Besuch bei der Praktikantenwoche hat mir gezeigt, dass es auch ganz anders geht.

Sechs Schülerpraktikanten hatten vier Tage lang die Möglichkeit, Grundlagen zum Thema Versicherungen selbst zu erarbeiten, um einen Einblick in die Tätigkeit als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen zu bekommen.

Praktikantenwoche bei ERGO Direkt

Die Praktikantenwoche bei ERGO Direkt

Die Woche startete mit einer Präsentationsschulung, an deren Anschluss das Gelernte in der Vorstellungsrunde umgesetzt werden konnte. Kleine Kniffe wie „schnörkellos schreiben“, „auf Farben achten“, „nicht an die Pinnwand reden“ und „jeden ansehen“ erwiesen sich als wirkungsvoll, so dass alle bei ihrer Selbstpräsentation glänzen konnten.

Als Vorbereitung für einen zweistündigen Besuch in unserem Kunden Service Center zum Zuhören bei den Kundengesprächen, überzeugten sich die Schüler anhand von Bildern von der Notwendigkeit einer Zahnzusatzversicherung. Entgegen aller Erwartungen vergingen die zwei Stunden im Kunden Service Center wie im Flug und tatsächlich fragten die Kunden überwiegend nach der Zahnzusatzversicherung.

Praktikantenwoche bei ERGO DirektErwin Hubert als Maskottchen der Praktikanten

Neben den Grundlagen der Sozialversicherung erarbeiteten die Schüler auch die Grundlagen der gesetzlichen Unfallversicherung. Um in unsere Unfallversicherung einzutauchen, durften die Schüler einen Kunden kreieren, der für alle weiteren Fälle und Aufgaben herangezogen wurde. „Erwin Hubert“ wurde zunächst gemalt und mit weiteren Merkmalen wie Alter, Familienstand, Beruf etc. versehen. Das Making-Of sowie die Präsentation des „Erwin Hubert“ machte den Praktikanten sichtlich Spaß.

Im Kunden-Center ließen die Praktikanten für Erwin Hubert ein individuelles Angebot für eine Unfallversicherung nach eigenen Vorgaben erstellen. Auf Basis dieses Angebots entwickelten sie dann eine Marketingmaßnahme. Mit viel Kreativität und Elan ist dadurch ein Werbespot entstanden, der sich sehen lassen kann.

Bevor die Abteilung Unfall Leistung besucht wurde, tüftelten die Praktikanten selbst an Schäden, die Erwin Hubert zugestoßen sind: Er hat sich z.B. im Urlaub auf Hawaii Verbrennungen bei einer Vulkanbesichtigung zugezogen, außerdem hat sich ein Hühnerbiss so stark entzündet, dass sein Arm amputiert werden musste und schließlich verunglückte Erwin nach dem Feierabendbierchen bei einem Verkehrsunfall.

Praktikantenwoche bei ERGO Direkt

Mit Hilfe des Proximus (Bedingungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft) wurden diese Fälle professionell bearbeitet. Alle waren konzentriert dabei und diskutierten die verschiedenen Leistungsansprüche. Ich, die über keinerlei Versicherungsfachwissen verfügt, konnte mich selbst kaum zurückhalten und hätte mich gerne in die spannenden Falllösungen eingebracht.

Die letzte Aufgabe in der Praktikantenwoche war das Üben von Kundenberatungsgesprächen. Aufbauend auf das Wissen der vorangehenden Tage, konnten die Schülerpraktikanten in die Rolle eines Kaufmanns/ -frau für Versicherungen und Finanzen schlüpfen und beweisen, was sie gelernt haben.

Feedback der Schüler

Trotz des straffen Programms konnte ich eine halbe Stunde ergattern, um die Schüler zu fragen: „Wie war`s denn?“  – „Einfach nur perfekt!“ und „Toll!“ waren die Spontanantworten. Das Arbeiten in der kleinen Gruppe hat viel Spaß gemacht und als Unterschied zum Frontalunterricht in der Schule waren alle aktiv und meinten, der Stoff lasse sich so besser erlernen.

Abends waren die Schüler dann aber doch ziemlich ausgepowert. Was auffallend oft und einheitlich genannt wurde war der Punkt Atmosphäre: alle Mitarbeiter seien so freundlich, locker und wirkten gelassen. Stolz waren die Schüler auf ihre Besucherkarten, mit denen sie die Türen öffnen konnten und (viel wichtiger) das Essen in der Kantine bezahlt haben. Sie honorierten hier das Vertrauen, dass ihnen entgegengebracht wurde.

Mein Fazit: Durchblick durch Einblick

Praktikantenwoche bei ERGO Direkt

Die Praktikanten haben einen guten Überblick darüber erhalten, warum es Versicherungen gibt und warum Versicherungen sinnvoll sind. Darüber hinaus haben sie sich mit Vertriebswegen beschäftigt. Alle Aufgabenstellungen wurden in der Gruppe erarbeitet und die Lerneinheiten hatten Workshop-Charakter. Die Stimmung in der Gruppe war zu jeder Zeit sehr entspannt und angenehm. Darüber hinaus konnten die Schülerpraktikanten ERGO Direkt-Luft schnuppern, um zu sehen, ob wir als möglicher Ausbildungsbetrieb interessant sind. Ein Schülerpraktikum ist also der ideale Weg zum Durchblick durch Einblick!

Das Praktikum im Allgemeinen

Anlässlich meiner Eindrücke und der Erfahrungen der Schüler beginne ich nachzudenken, welche Praktika ich schon durchlebt habe. Manche Erinnerung lässt mich schmunzeln: So habe ich beispielsweise einmal zwei Tage damit verbracht, Bildbände in Geschenkpapier zu verpacken. Eine meiner Kolleginnen durfte einen Tag lang Briefe durch eine Frankiermaschine jagen und eine andere Kollegin berichtete, dass sie mangels anderer Aufgaben eine Woche lang im Bauamt Baupläne ansehen musste.

Geht es Ihnen ähnlich? Von welchen Erfahrungen mit Praktika oder Praktikanten können Sie uns berichten?

Hinweis: Aktuell bieten wir leider keine Praktikantenwoche an. 

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