So sichern Sie Ihr Hab und Gut gegen Naturgefahren ab

Schäden durch extreme Naturgefahren (Elementarschäden), wie Überschwemmung, Schneelawinen, Rückstau oder Schneedruck nehmen zu. Eine Elementarschadenversicherung deckt die Kosten.Mit dem Orkan Friederike startet 2018 äußerst unsanft. Die verursachten Sturmschäden belaufen sich auf circa eine Milliarde Euro. Immerhin schon die Hälfte der Schadenssumme, die im ganzen Jahr 2017 durch Naturereignisse entstanden ist. Welcher Versicherungsschutz ist für die immer extremeren Wetterlagen nötig?

 

Erst Sturm, dann Schneeschmelze

Das Jahr hat kaum begonnen, schon wird es ungemütlich, zumindest wettertechnisch. Sachschäden an Kraftfahrzeugen und natürlich an Gebäuden sind die Folge. Die durch einen Sturm entstandenen Schäden sind am Haus und in der Wohnung über die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung abgesichert. Auch die Schäden am Auto werden ersetzt, wenn eine Teilkaskoversicherung vorhanden ist.

Also sind wir glimpflich davongekommen? Die Zeit der Schneeschmelze und auch die Starkregenfälle, die sich inzwischen über das ganze Jahr verteilen, stehen uns ja auch noch bevor. Sollte durch diese Ereignisse ein Schaden am Hausrat entstehen, genügt der „einfache“ Versicherungsschutz nicht mehr. Schäden durch Überschwemmungen müssen gesondert eingeschlossen werden. 

Erweiterte Naturgefahrenversicherung / Elementarschadenversicherung

Werden sogenannte Elementarschäden beziehungsweise erweiterte Naturgefahren in den Versicherungsschutz der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung eingeschlossen, so werden auch Schäden durch Extremwetterlagen übernommen. Zu den erweiterten Naturgefahren in der Hausratversicherung zählen beispielsweise Schäden durch Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Schneedruck und Lawinen.

Hausbesitzer sollten nachbessern

Erstaunlich: Der Einschluss der erweiterten Naturgefahren ist laut GDV für 99 Prozent der Gebäude in Deutschland möglich. Aber nur bei 40 Prozent der Immobilienbesitzer wurde die wichtige Erweiterung der versicherten Gefahren mit in die Police aufgenommen. Vielleicht verlassen sich noch viele Eigentümer auf staatliche Hilfen. Diese sind aber keinesfalls Pflicht, d.h. Hausbesitzer können ohne entsprechenden Versicherungsschutz auf den Schäden sitzen bleiben.

Bundesländer starten Informationsinitiativen

Dass wir uns zukünftig auf immer häufiger auftretende Wetterextreme einstellen müssen, sollte außer Frage stehen. Leider unterschätzen noch zu viele Eigentümer und Mieter dieses Risiko. Die meisten Bundesländer haben das Problem erkannt und starten Informationskampagnen

Elementarschäden: Warum sichern sich die Eigentümer und Mieter nicht ab

Ich frage mich, woran es liegt, dass sich der Großteil der Eigenheimbesitzer noch nicht gegen die immer häufiger auftretenden Wetterphänomene absichern möchten. Wahrscheinlich gibt es eine Vielzahl an Gründen. Vermutlich ist man sich dem Risiko kaum bewusst, solange man selbst keinen Schaden hatte, oder zumindest jemanden kennt, dessen Haus beispielsweise überflutet wurde.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass, wenn sich die Immobilie in einem höher gefährdeten Bereich befindet, der Versicherungsschutz etwas mehr kostet. Jedoch ist die Absicherung in den Risikogebieten besonders wichtig.

Ich freue mich, wenn Sie mit uns diskutieren. Haben Sie erweiterte Naturgefahren in Ihrem Versicherungsschutz eingeschlossen? Was spricht für und was gegen den Einschluss? Wir freuen uns auf Ihre Meinung in den Kommentaren.

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