Brasilien, ein seltsames Land – Brasil, um país estranho

Nach der Fußballweltmeisterschaft 2014 beginnen nun am 05. August auch die Olympischen Spiele in Brasilien. Ich habe das südamerikanische Land vor zehn Jahren besucht und dabei Kurioses entdeckt.

Kuriositäten aus Brasilien

Der Largo do Pelourinho („Pranger“) gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist heute der kulturelle und touristische Mittelpunkt von Salvador. Bis 1835 ging es hier aber weniger gemütlich zu – der Platz war damals ein bedeutender Umschlagplatz für aus Afrika verschleppte Sklaven.

Wenn man in Brasilien einen Vornamen für seinen Nachwuchs sucht, ist eigentlich alles möglich. Es gilt der Spruch, jedes Wort kann als Vorname verwendet werden, wenn es irgendwo gedruckt wurde. Und da viele Nachnamen sehr häufig vorkommen (z.B. Silva, Souza, Ferreira oder Costa) sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Da gibt es für Jungen den Vornamen Klinsmann und Beckenbauer oder Mädchen werden auch schon einmal Chiquita genannt.

Allerheiligenbucht in Brasilien

Unter portugiesischer Flagge segelte Amerigo Vespucci am 1. November 1501 in diese Bucht ein und benannte den Ort nach diesem Tag: Bahia de Todos os Santos – Allerheiligen-Bucht.

Auf den Trikots der Brasilianischen Fußballspieler steht übrigens nicht selten ein Spitzname oder nur der Vorname. Zum einen wegen der bereits erwähnten Verwechslungsgefahr durch häufig vorkommende Nachnamen. Zum anderen sind die meisten Nachnamen viel zu lang fürs Trikot. Denn Kinder erhalten in der Regel zwei Nachnamen.

An erster Stellte steht der Nachname der Mutter, an zweiter Position der des Vaters. Bis zu vier Familiennamen sind möglich. Obendrein verwenden Brasilianer liebend gerne das Diminutiv für ihre Vornamen, also die Verniedlichungsform. Aus Ronaldo wird Ronaldinho, aus Marcelo Marcelinho oder aus Paulo Paulinho.

Seltsam zum Zweiten

Apropos Verniedlichungsform, als ich zum ersten Mal in Brasilien war, belegte ich einen dreiwöchigen Sprachkurs in Salvador da Bahia. Mein Sprachlehrer hieß übrigens Kleber mit Vornamen. Wie einige Wörter aus dem Englischen in Brasilien ausgesprochen werden, überraschte mich dann doch etwas. Nach harten Konsonanten wird nämlich einfach ein „i“ beim Sprechen angehängt. Da verändern sich dann ganze Musikstile zu seltsamen Kunstbegriffen. Hip Hop wird zu „Hippi Hoppi“, Rock zu „Rocki“ oder Rap zu „Räppi“. Absurder wird es dann bei englischsprachigen Namen.

Sprachkurs in Brasilien

Falo Português! Drei Wochen lang waren diese Bücher meine ständigen Begleiter

Brad Pitt heißt auf einmal „Brädschi Pitchi“, Hugh Grant mit Nachnamen „Gräntschi“ oder Johnny Depp, na sie ahnen es schon. Meinen Laptop „Läppitoppi“ zu bezeichnen, habe ich dann aber sein lassen. Wundern sie sich also nicht, wenn sie bei der Fußball-WM in Brasilien öfter mal das Wort „Futchibol“ hören. Das heißt auf Deutsch Fußball und ist ganz normal.

Seltsam zum Dritten

Brasilien ist übrigens das einzige südamerikanische Land in dem Portugiesisch als Amtssprache gesprochen wird. In vier Bundesstaaten Brasiliens gibt es jedoch einige Gemeinden, in denen auch Deutsch als zweite Amtssprache gilt. Darunter befindet sich zum Beispiel der Ort Blumenau im südlichen Bundesstaat Santa Catarina.

Dort wird seit 1984 nach dem Karneval in Rio das zweitgrößte Volksfest Brasiliens mit über 600.000 Besuchern gefeiert. Und gefeiert wird natürlich in Anlehnung an das Münchener Original, das Oktoberfest. An den wichtigsten deutschen Begriffen, die auf solch einem Fest nicht fehlen dürfen, sollte aber noch einmal gearbeitet werden. Oder sagen sie, wenn alles in Ordnung ist, es ist „alles blau“?

Welche seltsamen Dinge verbinden Sie mit Brasilien oder haben Sie schon selbst in Brasilien erlebt?

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