Auf der Suche nach dem perfekten Babynamen

Mancher US-Amerikaner feiert diese Woche die „celebrate your name week“ und geht der Herkunft seines Namens nach … Das nimmt unser Blogger Roland Farnbacher zum Anlass, um von seiner kuriosen Suche nach einem Babynamen zu berichten.

Der perfekte BabynameWie sieht die rechtliche Seite aus?

In Deutschland ist die Vergabe von Babynamen nicht gesetzlich geregelt. Sie basiert – abgesehen von wenigen Ausnahmen wie einer Adoption – auf Gewohnheiten und der Rechtsprechung. Vornamen werden von dem oder den sorgeberechtigten Elternteile(n) gewählt. Laut Familien-Wegweiser des Bundesfamilienministeriums sind Eltern relativ frei, wenn sie einen Namen bestimmen wollen. Wichtig ist nur, dass das Wohl des Kindes nicht verletzt wird. Darüber hinaus müssen Vornamen in Deutschland auch als solche erkennbar sein. Sie müssen das Geschlecht des Kindes erkennen lassen und dürfen keine Orts- oder Familiennamen sein. Außerdem sind nicht mehr als vier bis fünf Vornamen gestattet.

Im Zweifel ist es sinnvoll, sich vorab beim zuständigen Standesamt zu informieren. Auch die Namenberatungsstelle an der Uni Leipzig kann als erste Anlaufstelle dienen. Hier finden sich Beispiele zulässiger und unzulässiger Namen. Für strittige Fälle werden zudem Gutachten zur Eintragungsfähigkeit von Vornamen erstellt. Übrigens: Ein Bindestrich zwischen zwei Vornamen hat zur Folge, dass dann rein formell beide Teile als ein Name gelten. Außerdem kann ein Vorname später nur noch in wenigen Ausnahmefällen geändert werden.

Es kann doch nicht so schwer sein, dem Kind einen Namen zu geben

Als wir erfuhren, dass wir Nachwuchs erwarten, freuten wir uns erst einmal riesig. Nach und nach kamen aber auch Fragen auf: Schaffen wir das? Was wird sich verändern? Und wie soll das Kind denn überhaupt heißen? Der Mädchenname stand schnell fest. Wir beide favorisierten schon seit Längerem „Linda“. Beim Jungennamen waren wir uns weit weniger einig – um nicht zu sagen völlig unterschiedlicher Meinung.

Meine Frau war bei der Namenswahl eher emotional geprägt. Sie las Bücher und wollte ihre Favoriten spontan mit mir diskutieren. Damit überfiel sie mich oft unvermittelt, zum Beispiel beim Frühstück, während einer Autofahrt oder vor dem Fernseher. Ihr war zudem wichtig, dass wir den Namen vorab nicht mit Dritten diskutieren. Sie hatte Sorge, dass wir unsere Entscheidung in Frage stellen könnten, wenn andere Personen Bedenken anmelden. Besonders gewundert hat mich, dass wir aus ihrer Sicht auch Alternativen benötigten, falls wir das Kind sähen und feststellten, dass es nicht zum gewählten Namen passt.

Namenssuche per Excel-Tabelle

Meine Herangehensweise war dahingegen sehr rational. Ich vertrat die Ansicht, dass jeder – unabhängig vom anderen – zuerst eine eigene Namensliste erstellen sollte, die im Anschluss abgeglichen werden kann. Zudem wollte ich das Geschlecht vorab wissen, um zu erfahren, ob ich einen Jungen- oder Mädchennamen suchen muss. (Der Mädchenname stand ja sowieso schon fest). Ich recherchierte nach Namenslisten im Internet und baute eine Excel-Tabelle auf, die sich automatisch nach bestimmten Selektionskriterien auswerten lies.

Nach einer Weile stieß ich auf eine App für die Suche nach dem richtigen Babynamen. mit nützlichen Suchkriterien wie z.B. Geschlecht, Sprache und Namenslänge. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass Mama und Papa eigene Listen erstellen und diese dann auf Übereinstimmungen abgleichen können. Letztlich konnte ich meine Frau überreden, die App zu nutzen. Auf der gemeinsamen Liste standen am Ende Namen wie „Jan“ und „Linus“, der aber aufgrund seiner negativen Bedeutung „jammern, klagen“ wieder entfiel. Schließlich entschieden wir uns für „Erik“ und wählten als zweiten Namen „Arne“ aus. 🙂

Tipps & Kriterien zur Namenswahl

Ich empfehle Ihnen, vor dem Start der Namenssuche zu überlegen, welche Kriterien einem wichtig sind. Wir achteten bei der Auswahl darauf, dass der Name …

  • kein Modenamen aus den Top20 der letzten Jahre war. (Wir wollen auf dem Spielplatz nicht nach unserem Kind rufen und fünf weitere Dreijährige kommen angelaufen.)
  • sich auch im Fränkischen gut aussprechen lässt. (Daher wählten wir „Arne“ nicht als ersten Namen. Im Fränkischen würde wohl häufig eine „Anne“ daraus.)
  • ausgeschrieben und ausgesprochen zum Familiennamen passt. (Er durfte daher nicht zu lang sein – das Limit waren fünf Zeichen.)
  • im direkten Verwandten- und engeren Freundeskreis nicht in Verwendung ist.
  • keine negativen oder peinlichen Assoziationen weckt. (Egal, ob aufgrund seiner Bedeutung, seiner Zusammensetzung wie „Jim Panse“ oder weil wir an ungeliebte Personen denken müssen.)
  • sich zumindest auf den ersten Blick nicht „verhunzen“ oder abkürzen lässt.
  • Wer noch komplett ohne Ideen ist, kann den interaktiven Vornamen-Finder nutzen und auf spielerische Weise erste Vorschläge recherchieren.

Die erfolgreiche Suche nach einem Babynamen ist natürlich erst der Anfang. Wie man sein Kind und eine junge Familie vor den Risiken des Lebens absichert, erfahren Sie auf unserer Webseite unter „Familiengründung“.

Haben Sie Fragen zur Absicherung oder kann ich Ihnen bei der Suche nach dem richtigen Namen helfen? Dann schreiben Sie mir gerne einen Kommentar.

Was sagen Sie zu diesem Thema?

1 Kommentar

  1. Marc schreibt am 13. März 2014 um 10:33:

    Hi Roland – da Du jetzt schon so viel Erfahrung hast, kannst Du gleich das zweite Kind nachlegen 😉 Zeit wird es!

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