10 Tipps für gesunde Kinderzähne

KinderzähneBereits Kleinkinder können Karies an den Milchzähnen bekommen. Umso wichtiger ist es, schon früh mit der richtigen Zahnpflege zu beginnen. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps für Kinderzähne zusammengestellt.

 

  1. Gehen Sie zu Beginn der Schwangerschaft zum Zahnarzt
    Schwangere Frauen sollten am besten schon zu Beginn ihrer Schwangerschaft zur Zahnkontrolle gehen. Zahnlöcher müssen möglichst frühzeitig gefüllt werden. Denn die erhöhte Anzahl der Bakterien im Mund kann sich nach der Geburt auf das Baby übertragen.
  2. Gesüßte Tees und Fruchtsäfte sind nichts für Kinderzähne
    Für Babys ist Muttermilch die optimale Nahrung, denn sie enthält alle Nährstoffe, die Ihr Kind braucht. Oft bekommen Kinder nach einiger Zeit zuckerhaltige Getränke, wie gesüßte Tees oder Fruchtsäfte. Durch diese Umspülung der Zähne entsteht schnell Milchkaries – auch „Nursing-Bottle-Syndrom“ (NBS) genannt. Besser für Ihr Kind eignen sich daher ungesüßte Tees, stilles Wasser oder Milch. Umso später Ihr Kind mit Zucker in Berührung kommt, desto besser. Und da es Zucker noch nicht kennt, vermisst es ihn auch nicht!
  3. Verwenden Sie Tassen anstelle von Trinkflaschen
    Für die Ausbildung der Zähne ist es sinnvoll, Kleinkinder ab ihrem ersten Lebensjahr aus Tassen trinken zu lassen. Das verhindert frühzeitige Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne.
  4. Ersetzen Sie Süßigkeiten hin und wieder durch Obst und Gemüse
    Das riesige Angebot an Süßigkeiten verlockt natürlich auch die Kleinsten. In Maßen ist Süßes kein Problem, nur sollten Schokolade und Co. nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Denn für die weichen Milchzähne stellt Zucker eine besonders große Gefahr da. Bei häufigem Verzehr kann es frühzeitig zu schmerzhaften Erosionen oder zu Karies kommen. Eine zahngesunde Alternative zu Schokolade und Bonbons sind zum Beispiel Rohkostteller mit Karotten und Cherrytomaten oder Obstsalate.
  5. Putzen Sie mit Ihrem Kind die Zähne nach der KAI-Methode
    Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen – besonders Kinder können sich diese Methode der Zahnpflege gut merken, bei der jeder Bereich des Gebisses geputzt wird. Zu Beginn werden die Kauflächen mit kreisförmigen Rüttelbewegungen gesäubert, ehe im Anschluss die Außenflächen der Zähne geputzt werden. Um den Belag vom Zahnfleischrand wegzuputzen, sollte am besten nach dem Schema „von rot nach weiß“ vorgegangen werden. Zum Ende werden schließlich noch die Innenseiten der Zähne mit kreisenden Bewegungen geputzt.
  6. Auf die richtige Zahnpasta kommt’s an
    Fluorid ist ein Mineral, das den Zahnschmelz festigt und die Zähne widerstandsfähiger gegen Säure macht. Zahnpasta enthält durchschnittlich 1,36 Gramm Fluorid pro Kilogramm. Für Ihr Kind sollten Sie jedoch eine spezielle Kinderzahnpasta mit einer geringeren Fluoridmenge nutzen.
  7. Auch die Zahnbürste muss gereinigt werden
    Nach dem Gebrauch sollte die Zahnbürste sorgfältig mit Wasser abgewaschen und mit dem Kopf nach oben wieder in den Zahnputzbecher gestellt werden. Trocknet der Bürstenkopf nicht anständig, können sich leicht Bakterien bilden. Wechseln Sie die Zahnbürste alle zwei Monate, um eine Verletzung des Zahnfleisches durch verbogene Borsten zu verhindern. Achten Sie zudem darauf, dass Sie die Zahnbürste nach Erkrankungen sofort wechseln.
  8. Unser Tipp für Kinder mit Zahnspange
    Wer eine Zahnspange trägt, muss besonders gute Mundhygiene betreiben. Besorgen Sie Ihrem Kind am besten eine spezielle Zahnbürste, die extra für Zahnspangenträger entwickelt wurde. Zudem ist eine fluoridierende Zahnpasta empfehlenswert. Ergänzend dazu sollte Ihr Kind einmal wöchentlich ein hochdosiertes Fluoridgeld benutzen.
  9. Nicht vergessen: zwei Mal jährlich mit dem Kind zum Zahnarzt gehen
    Um die Zähne regelmäßig kontrollieren zu lassen und Zahnerkrankungen frühzeitig entgegenwirken zu können, ist der Besuch beim Zahnarzt ein „Muss“. Kindern ab sechs Jahren stehen bis zu ihrem 18. Geburtstag zwei Vorsorgeuntersuchungen jährlich zu – eine pro Halbjahr. Zwischen den zwei Untersuchungen muss ein Abstand von mindestens vier Monaten liegen.
  10. PutzHelden-App
    Die von ERGO Direkt entwickelte, kostenlose App „PutzHelden“ führt Kinder spielerisch an das richtige Zähneputzen heran. Testen Sie diese doch einmal!
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3 Kommentare

  1. Anja Schabert Anja Schabert schreibt am 3. März 2015 um 14:21:

    Als meine Kinder klein waren, gab mein Zahnarzt mir den Tipp, die tägliche Süßigkeiten-Ration auf einmal auszuteilen. Lieber einmal Zucker satt, als viele kleine Karies-Teufel über den Tag verteilen ist verträglicher für die Zahngesundheit und man behält eher den Überblick zur Menge. Das lässt sich natürlich nicht immer konsequent durchziehen, ist aber auf jeden Fall den Versuch wert. Und die Kinder haben irgendwann gelernt, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas Süßes gibt und auch nur dann.

  2. Michael schreibt am 29. März 2015 um 20:34:

    Was nutzen all die schönen Tipps, wenn das Kind beim Zähneputzen den Mund einfach nicht aufmachen will!? :/

    • Stefan Krieger Stefan Krieger schreibt am 30. März 2015 um 8:32:

      Hallo Michael,
      vielleicht testen Sie mal unseren Tipp 10 – denn die App „PutzHelden“ soll Kindern den zwanghaften Charakter des Zähneputzens nehmen und etwas Spielerisches daraus machen. Damit öffnet Ihr Kind vielleicht auch etwas leichter den Mund.

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