So lernen Kinder das Zähneputzen

So lernen Kinder das Zähneputzen

Die eigenen Kinder zum Zähneputzen motivieren kann schwierig sein. Ein Patentrezept gibt es nicht. Christian Gaca zeigt, wie es bei seinen Kindern funktioniert hat.

Wenn Eltern das Wort Zähneputzen hören, zucken manche von ihnen innerlich sofort zusammen. Es spulen dann schnell und automatisch Bilder vor dem inneren Auge ab. Kleinkinder, die mit verschränkten Armen und fest zusammengekniffenen Lippen gegen die Zahnbürste protestieren.

Angeekelte Blicke des Nachwuchs wegen zu scharfer, zu süßer oder zu stinkiger Zahncreme. Wegrennende Kinder, die auf der Flucht sind vor etwas, das so einfach und wichtig zugleich ist. Oder besser: So einfach sein könnte.

Anleitung zum Zähneputzen mit Kindern.

Wichtig: Den Kindern Zahnbürste und Zahnpasta selbst in die Hand geben

 

Gleich vorweg: Ein Patentrezept fürs entspannte Zähneputzen haben auch wir natürlich nicht. Wir haben es „einfach immer nur“ gemacht – und vermutlich einfach Glück gehabt. Dafür ist bei uns das Thema Haare waschen das Gegenteil von ganz so entspannt, aber darum geht es ja hier heute nicht.

Tipps und Tricks zum Zähneputzen mit Kindern

Wir haben trotzdem ein paar Tipps, die das Thema Zähneputzen vielleicht im Alltag etwas entspannen. Sehr wichtig ist, immer gemeinsam mit den Kindern die Zähne zu putzen morgens und abends. Eltern sollten mit ihnen im Bad stehen und ihnen möglichst früh die Bürste und die Tube in die Hand drücken mit dem Ziel, sie selbst machen lassen.

Das Nachputzen kann (und muss) später ja noch folgen. Auch wenn man selbst am Abend später noch heimlich Schokolade nascht, ist es sinnvoll, mit dem Kind gemeinsam die Zähne zu putzen. Gerade kleine Kinder lernen vieles durch Nachmachen.

Je mehr Kinder in einem Haushalt leben, umso natürlicher läuft dieser Prozess erfahrungsgemäß ab. Die großen Geschwister fungieren als Vorbilder, helfen manchmal sogar beim Putzen der Zähne der Kleinsten mit.

Zahnputzlied und KAI-Methode

Bei uns hat die Größte ihrem kleinen Bruder vor einiger Zeit sogar mal ein ziemlich putziges Zahnputzlied geschrieben und es eine ganze Weile lang für ihn gesungen. Dazu hat sie ihm ein Info-Poster gemalt, auf dem die auch im Kinderladen/Kindergarten genutzte KAI-Methode erklärt ist: Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen. Einfach zu verstehen.

So lernen Kinder das ZähneputzenAuch hilfreich war für uns die Umstellung auf elektrische Zahnbürsten. Natürlich sollten Kinder auch lernen, mit einer einfachen Handzahnbürste umzugehen. Aber die elektrischen Zahnbürsten sorgen in der Regel dafür, dass gründlicher und ausreichend lange geputzt wird. Die bei uns verwendeten Zahnbürsten geben zum Beispiel akkustische Signale, damit das Kind weiß, wo und wie lange geputzt werden soll.

Zahnputz-Apps und Zahnputzuhr

Dazu gibt es eine Munddusche zum Reinigen der Zahnzwischenräume, die der Kleinste aber eher als Spritzpistole einsetzt. Mehr Technik gibt es bei uns rund um das Zähneputzen nicht. Aber manche Eltern fahren auch gut mit Zahnputz-Apps, die Kinder auf spielerische Weise motivieren, gründlich zu putzen.

Eine klassische Zahnputzsanduhr gibt es hier auch noch und sie kommt ebenfalls immer wieder zum Einsatz. Belohnungen im Kontext Zähneputzen sind allerdings nicht unbedingt sinnvoll, weil die Zahnpflege etwas Selbstverständliches sein sollte.

Die Kinderzahnärztin erklärt die richtige Technik

Die Kinderzahnärztin erklärt die richtige Technik

Ab wann die Zahnpflege beginnt

Zahnpflege beginnt übrigens nicht erst, wenn die Kinder selbst putzen könnten. Schon bei Babys kann es eventuell sinnvoll sein, den Kieferkamm mit einem Wattestäbchen oder einem weichen Fingerling zu reinigen. Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes sollte mit einer weichen Zahnbürste und einer erbsengroßen Portion Zahncreme geputzt werden. Ob dafür eine fluoridhaltige Zahncreme verwendet wird, sollte individuell mit dem Kinderarzt oder Zahnarzt besprochen werden. Am besten nimmt man das Baby zum Zähne putzen auf den Schoß.

Bei älteren Kindern kann eventuell auch das Putzen im Hochstuhl gut funktionieren. Generell sollte man schauen, dass die Situation für Kind und Eltern entspannt ist. Denn es soll sich ja ein tägliches Ritual entwickeln und kein allabendlicher Kampf. Es ist auch bei uns nicht so, dass sich die Kids ums Zähneputzen reißen würden. Aber es ist eben auch nichts außergewöhnliches oder gar ein Streitthema. Wir machen es „einfach“.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Schreiben Sie uns doch einen Kommentar.

 

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