Taschengeld – kleine Beträge, große Bedeutung

TaschengeldIch muss zugeben, in puncto Taschengeld ist meine Zahlungsmoral nicht die beste, eigentlich sogar ziemlich lausig. Meine Tochter bekommt ihren wöchentlichen Betrag eher sporadisch, mein Sohn fordert zum Monatsanfang zwar die ihm zustehende Summe ein, aber eigentlich – so lese ich auf verschiedenen Seite im worldwideweb – sollte sie ungefragt und automatisch zum festen Termin ausgezahlt werden. Zeit für einen kritischen Blick auf die eigenen Gepflogenheiten und für ein Umdenken. Anbei die wichtigsten Expertentipps.

Der Umgang mit Geld sollte beginnen, sobald die Kinder in der Schule anfangen zu rechnen, also ab der ersten Klasse. So lernen sie möglichst früh den Wert der Dinge kennen und schätzen.

Übung für das Erwachsenenleben

Auch wenn der ABC-Schütze noch weit davon entfernt ist – spätestens als Volljähriger soll und muss er verantwortungsbewusst und vorausschauend sein Geld einteilen können und die Unterscheidung zwischen sinnvollen und sinnlosen Anschaffungen treffen können. Jeder zehnte junge Erwachsene in Deutschland ist verschuldet. Mit dem Erlernen der sogenannten Finanzkompetenz kann also nicht früh genug begonnen werden.

Zumindest innerhalb der Familie. Halten Sie mit Ihren Ein- und Ausgaben gegenüber Ihren Kindern nicht hinter dem Berg. Sie sollen ruhig wissen, was Sie verdienen und wie hoch Ihre finanziellen Verpflichtungen sind. Das gilt für den banalen Wocheneinkauf genauso wie für größere Anschaffungen oder den Jahresurlaub.

Regeln einhalten

Taschengeld

Sketch von Martina Hill (Knallerfrauen) zum Thema Taschengeld

Das fällt Eltern oft besonders schwer. Treffen Sie klare Vereinbarungen, was von dem Taschengeld finanziert wird und was nicht. Natürlich müssen Schulhefte, Fahrkarte, Mensaessen etc. dem Kind zur Verfügung stehen, hier sind ganz klar die Eltern in der Pflicht.

Aber wenn der Teenager meint, ein Weiterleben ohne das vierte graue Kapuzen-Sweatshirt sei nicht möglich, kann die Absprache getroffen werden, dass das Teil bitteschön selbst bezahlt wird. Und dann dürfen Eltern nicht weich werden, wenn am Ende des Taschengeldes noch so viel Monat übrig ist, soll heißen, Geld gibt es erst wieder zum nächsten Ersten.

Taschengeld ist keine willkürliche Ermessenssache

Wenn Sie sich einmal auf bestimmte Zahlungsmodalitäten verständigt haben, müssen diese auch gelten. Es gibt keine Kürzung, wegen schlechter Noten oder schlechten Benehmens. Auch keine einmalige Erhöhung, wenn das Gegenteil passiert. Das Taschengeld sollte eine feste Größe sein, verlässlich und berechenbar, damit die Kinder damit fest planen können. Dazu kann für etwas größere Kinder auch ein Taschengeld-Girokonto eröffnet werden. Dies ist in der Regel gebührenfrei, funktioniert nur auf Guthabenbasis und hält die Kinder dazu an, das Geld zu verwalten und nicht sofort wieder auszugeben.

Prinzipiell sollte Ihr Kind selbst und frei entscheiden können, was es mit dem Geld macht. Ist es noch kleiner, können Sie beraten, ob es in den großen Eisbecher oder lieber in die hübschen Haarspangen investiert, die Wahl treffen muss es letztlich selbst. Sinnvoll sind im Vorneherein gewisse grobe Absprachen, was in der Familie grundsätzlich geht und was nicht geht. So ist für die einen der Kauf von Schminksachen für die Zwölfjährige völlig tabu, andere Eltern sehen das entspannter. Genauso mag der Kauf eines großen Packens Sammelkarten für die einen gar nicht gehen, andere Eltern möchten nicht, dass alles in Süßigkeiten investiert wird.

Für die großen Ausgaben gibt es die AUSBILDUNGS-VORSORGE

Schön ist es natürlich auch, wenn Kinder lernen, einen gewissen Teil des Taschengeldes zu sparen. Dies hängt von Ihrer Absprache mit ihm ab und natürlich von der Höhe des Betrages. Auf welche Summe Sie sich mit Ihrem Kind auch einigen – sie wird sicher nicht hoch genug sein, um später davon das Studium oder die erste Wohnung zu finanzieren.

Denken Sie also früh genug daran, dass diese Ausgaben eines Tages anstehen. ERGO Direkt Versicherungen bieten hierzu die AUSBILDUNGS-VORSORGE an. Mit ihr können Ihre Kinder auch die großen Pläne einmal wahr werden lassen. Rufen Sie uns an – gebührenfrei unter 0800/666 9000 beraten wir Sie gerne und kompetent. Unter ergodirekt.de finden Sie dieses Produkt ebenfalls.

Zuletzt noch eine Taschengeld-Tabelle zur Orientierung und vielleicht sogar zur Korrektur für Sie. Ich habe jedenfalls gelernt, dass meine Tochter bereits seit längerem ihr Geld monatlich und natürlich regelmäßig erhalten sollte und gelobe Besserung – gleich ab dem nächsten Monatsersten.

AlterBetrag
6 Jahre1,00 bis 1,50 Euro / Woche
7 Jahre1,50 bis 2,00 Euro / Woche
8 Jahre2,00 bis 2,50 Euro / Woche
9 Jahre2,50 bis 3,00 Euro / Woche
10 Jahre15,00 bis 17,50 Euro / Monat
11 Jahre17,50 bis 20,00 Euro / Monat
12 Jahre20,00 bis 22,50 Euro / Monat
13 Jahre22,50 bis 25,00 Euro / Monat
14 Jahre25,00 bis 30,00 Euro / Monat
15 Jahre30,00 bis 37,50 Euro / Monat
16 Jahre37,50 bis 45,00 Euro / Monat
17 Jahre *45,00 bis 60,00 Euro / Monat
18 Jahre *60,00 bis 75,00 Euro / Monat

*für Jugendliche, die von ihren Eltern wirtschaftlich noch voll abhängig sind

Weitere Informationen rund um das Thema „Familienglück“ finden Sie auch in unserem Themenschwerpunkt

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2 Kommentare

  1. Erika schreibt am 24. Januar 2016 um 0:14:

    Hallo,
    ich hätte eine kleine Frage. Ich habe eine ähnliche Liste auf https://www.annyca.de/ratgeber/thema/62-wie-viel-taschengeld-sollte-mein-kind-bekommen/ gefunden. Dort würde ein 11 jähriger maximal 18 Euro erhalten, hier sind es jedoch 20. Spielen diese 2 Euro eine große Differenz für das Kind? Mich wundert, dass es zu kleinen Differenzen in den Empfehlungen kommt.

  2. Anja Schabert Anja Schabert schreibt am 26. Januar 2016 um 9:47:

    Liebe Erika,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben natürlich recht, es gibt diverse Tabellen und Listen zum Thema Taschengeld, die nicht immer einheitliche Beträge „ausspucken“. Und so können und sollen diese auch nur eine Orientierungshilfe für die eigenen Gepflogenheiten sein. Mit Ihren 18,- € liegen Sie doch eigentlich ganz richtig, denn in der von mir ausgewählte Tabelle steht bei 11jährigen eine Spanne von 17,50 € bis 20,00 €.. Ich denke, wer sich hier innerhalb dieser Spanne bewegt, macht auf keinen Fall etwas falsch.
    Herzliche Grüße
    Anja Schabert

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