Sonnenbrand – welche (Haus-)Mittel helfen und was ist ein Mythos

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Sommer, Sonne und Sonnenschein. Leider hat das auch oft den ungeliebten Sonnenbrand zur Folge. Klar, wir sehnen uns alle nach der Sonne und ihrer stimmungsaufhellenden Wirkung. Doch oftmals wird das Sonnenbad übertrieben. Das kann neben einem schmerzhaften Sonnenbrand auch nicht zu unterschätzende Langzeitfolgen haben.

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung ersten (in schweren Fällen auch zweiten) Grades. Hervorgerufen wird diese durch ultraviolette Strahlung. Das so genannte UV-Licht. Der Sonnenbrand entsteht, wenn die Hautschäden nicht mehr durch körpereigene Reparaturprozesse ausgeglichen werden können. Die UV-Strahlen dringen dann in tiefere Hautschichten vor. Die Folge ist eine schmerzhaft gerötete Haut. In schlimmeren Fällen bilden sich kleine Bläschen und die Haut schält sich anschließend. Auch eine Bindehautentzündung kann auftreten.

Sonnenbrand – die Haut vergisst nicht 

Neben den akuten Symptomen können wiederholte schwere Sonnenbrände zu erheblichen Gesundheitsschäden führen:

 

  • Verschiedene Formen von Hautkrebs, wie den schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom)
  • Grauer Star
  • Starke vorzeitige Hautalterung

Natürlich verursacht die Sonne ein herrliches Gefühl auf der Haut und hebt die Stimmung. Die Sonne sorgt auch für die Bildung des wichtigen Vitamin D. Doch um diesen Vitaminbedarf zu decken, reichen zehn Minuten Sonne in der Woche aus. Für diejenigen unter uns, welche einfach nicht genug von der Sonne bekommen können, gibt es einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Denn ein Sonnenbrand sollte tunlichst vermieden werden, Ihrer Gesundheit zu Liebe.

ERGO Direkt Sonnenbrand vermeiden

Sonnenschutz-Regeln

  • Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an längere Sonnenbestrahlung
  • Meiden Sie intensive Mittagssonne
  • Schützen Sie Ihre Augen mit einer geeigneten Sonnenbrille
  • Der beste Sonnenschutz ist geeignete UV-Schutzkleidung inklusive Kopfbedeckung. Diese Spezialkleidung aus Kunststoff schützt Sie fast komplett vor UV-Strahlung. Die Materialen sind trotz Ihrer Funktion dünn und elastisch. Sie sind besonders dicht gewebt, trocknen aber trotzdem sehr schnell.
  • Benutzen Sie ausreichend Sonnenschutzmittel mit dem richtigen Lichtschutzfaktor und cremen Sie regelmäßig nach

Durch den Lichtschutzfaktor (LSF, englisch: Sun Protection Factor, SPF) wird angegeben, wie viel länger man sich in der Sonne aufhalten kann. Je nach Hauttyp unterscheidet sich die Eigenschutzzeit der Haut erheblich.

Die Eigenschutzzeit liegt zwischen drei Minuten für sehr helle und 90 Minuten für sehr dunkle Haut.

Wie lange kann ich mich nun mit welchem Lichtschutzfaktor in der Sonne aufhalten?

Die einfache Formel lautet: Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor = die maximal mögliche Zeit sich in der Sonne ohne Sonnenbrand aufzuhalten. Wenn also die Eigenschutzzeit 10 Minuten beträgt und der Lichtschutzfaktor 20, so kann man sich 200 Minuten (10 x 20) pro Tag in der Sonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit bietet noch mehr Sonnenschutz-Regeln.

Berge, Schnee und Wasser

In den Bergen besteht erhöhte Gefahr. Denn je höher Sie steigen, desto intensiver wird die Sonneneinstrahlung. Auch Schnee und Wasser stellen ein höheres Risiko für einen Sonnenbrand dar. Denn beide reflektieren die UV-Strahlung. Hier ist der richtige Schutz besonders wichtig.

Darauf kommt es an, um das richtige Sonnenmittel inklusive passendem Lichtschutzfaktor ermitteln zu können:

  • Welchen Hauttyp habe ich? Je nach Hauttyp verfügt unsere Haut über kürzeren oder längeren Eigenschutz.
  • Wie lange setzte ich mich der Sonne aus?
  • Wie hoch ist der UV-Index?

Um Ihren Hauttyp und den UV-Index zu bestimmen, empfehle ich Ihnen die Internetseite www.sonne-mit-verstand.de. Hier finden Sie viele hilfreiche Tipps und Informationen rund um das Thema.

Doch was ist zu tun, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen vergebens waren. Was hilft wirklich gegen Sonnenbrand? Was ist reiner Mythos?

  1. Trinken Sie viel Wasser! Der Haut wird durch den Sonnenbrand viel Flüssigkeit entzogen!
  2. Verwenden Sie After-Sun-Produkte. Sie geben der Haut ebenfalls Feuchtigkeit zurück.
  3. Wichtig ist es die Haut ausreichend zu kühlen. Viele schwören auf das Hausmittel Quark mit Kompressen. Dies hat zwar einen kühlenden, jedoch keinen entzündungshemmenden Effekt. Desweiteren können die Bakterien aus Milchprodukten im schlimmsten Fall eine Infektion auslösen. Zudem besteht die Gefahr, dass der Quark trocknet und beim entfernen der Kompresse Schmerzen bereitet. Besser geeignet ist ein Leinentuch in Wasser getränkt.
  4. Produkte mit Kamille oder Aloe Vera sind besser geeignet. Sie haben einen entzündungshemmenden Effekt.
  5. Lassen Sie die Finger von leider häufig im Internet beschriebenen Hausmitteln wie Zitrone, Apfelessig oder Salz. Damit foltern Sie Ihre geschädigte Haut mehr als Sie Ihr helfen.
  6. Gegen die Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen helfen. Mit einem starken Sonnenbrand oder wenn Sie sich unsicher fühlen, ist der Gang zum Arzt ratsam. Der Fachmann sieht, ob eine spezielle Behandlung nötig ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer mit viel Sonne! Und natürlich ohne Sonnenbrand! 😉

PS: Für unsere Kleinen besteht ein noch höherer Schutzbedarf. Im ERGO Blog lesen Sie mehr darüber, wie man Kinder vor Sonnenbrand schützt.

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