Smartphones, Notrufknöpfe und Pflegeroboter als Hilfsmittel für Senioren

Kinder, die heute geboren werden, wachsen schon von Klein an mit Smartphones auf. Die Großelterngeneration muss sich mit der neuen Technik erst mühselig vertraut machen. Doch immer mehr erkennen die Vorzüge und Erleichterungen im Alltag durch die technischen Hilfsmittel für Senioren.

Selfie_ältere_Generation_BlogDie Neuerungen der Technik gehen auch an der älteren Generation nicht spurlos vorbei. Viele Senioren nutzen mittlerweile Smartphones und seniorengerechte Handys, um ihren Alltag zu erleichtern. Es sind aber nicht nur die Mobiltelefone, die das Leben einfacher machen. Um den Rentnern ein möglichst langes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen zu können, gibt es Pflegeknöpfe mit Anruffunktion. Im Falle eines Notfalls kann ein Hilferuf abgesetzt werden und die Senioren können im Ernstfall schneller gefunden werden.

Senioren-Apps für das Smartphone

Nur wenige Hersteller bieten spezielle Geräte für Senioren an. Diese Handys verfügen über ein größeres Display, übersichtliches Menü mit meist nur vier Symbolen, Notruffunktion, Kurzwahlfunktion, Erinnerungsfunktion, laute Tastentöne und Audioanwendungen. In der große Masse haben bisher allerdings weder die Kunden noch die Hersteller Interesse daran, spezielle Geräte für Rentner herzustellen. Laut dem Branchen-Verband Bitkom hat der Anteil der Smartphone-Nutzer bei den 50- bis 64-Jährigen innerhalb eines Jahres von 40 auf 47 Prozent zugelegt.

Die ARD-ZDF-Onlinestudie zur App-Nutzung zeigt, dass immerhin 34 Prozent der 50-59-Jährigen und 29 Prozent der 60-69-Jährigen regelmäßig Apps herunterladen.

Aber auch die normalen Smartphones sind seniorenfreundlich einrichtbar. Es gibt verschiedene Apps, die die speziellen Anforderungen an die technischen Hilfsmittel für Senioren erfüllen:

  • Medikamentenerinnerung
  • Apothekenanzeige
  • Arztsuche
  • Fitness
  • Gehirnjogging
  • Ernährung

Apps erleichtern aber auch dem Pflegepersonal die Arbeit. Mit Hilfe der Apps können die Pfleger die geplanten Pflegeleistungen ablesen und ihre Zeit des Patientenbesuchs eingeben. Sobald der Pflegedienst die Leistungen eingetragen hat, werden die Daten an die Zentrale übermittelt.

Der Notrufknopf gibt den Rentnern mehr Sicherheit

Zum einen gibt es den klassischen Notrufknopf von verschiedenen caritativen Einrichtungen, den die Senioren bei sich tragen können. Mit diesem wird im Falle eines Unfalls automatisch ein Hilferuf an die Notrufzentrale gesendet.

Ein anderes Modell des Notrufknopfs ist der Flic Button. Der Knopf kann für verschiedene Anwendungen individuell programmiert werden. Er kann klassisch für das Absetzen eines Notrufs programmiert werden oder auch mit Telefonnummern der Kinder hinterlegt werden und als Kurzwahltaste dienen. Mit dem Flic Button kann aber auch ein Smart Home gesteuert werden. Damit kann dann zum Beispiel das Licht über den Knopf ausgemacht oder die Heizung hochgestellt werden.

Sind Roboter die Zukunft in der Pflege?

In einem Bremer Pflegeheim wird in ein Pflegeroboter zur Unterstützung im Umgang mit demenzkranken Patienten eingesetzt. Der Roboter sieht aus wie eine Kuscheltier-Robbe und hilft dem Pflegepersonal, einen besseren Zugang zu den Heimbewohnern herzustellen. Unsere Umfrage zum Thema Leben im Alter ergab, dass 79 Prozent der Befragten Angst haben, selbst ein Pflegefall zu werden. Jeder Vierte kann sich in dem Fall vorstellen von einem Pflegeroboter unterstützt zu werden.

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