Reisen mit dem Fahrrad

Weltreise mit dem Fahrrad

In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Am meisten Spaß macht mir Spinning in meinem Fitnessstudio. Dabei kann ich so richtig Gas geben und mich ordentlich auspowern. Nach einer Stunde bin ich meistens schon ziemlich am Ende meiner Kräfte und froh, dass das Training vorbei ist und ich wieder vom Drahtesel runter kann.

Andere lachen über eine Stunde Radfahren. Sie sitzen mehrere hundert Tage auf dem Sattel. Mit nur einem Ziel: fremde Länder und Kulturen zu entdecken.

Bei meiner Recherche bin ich auf die verschiedensten Weltenbummler gestoßen. Besonders hat mich aber die Geschichte von Maximilian Semsch fasziniert.
Im Alter von 21 Jahren war er bereits drei Jahre auf Weltreise. Mit diversen Gelegenheitsjobs hielt er sich damals über Wasser und schlug sich durch. Nach drei Jahren kam der Zeitpunkt eine wichtige Entscheidung zu treffen. Entweder ein „normales“ Leben in Deutschland führen oder Abenteurer werden. Maximilian entschied sich für letzeres.

Mit dem E-Bike durch Australien

2008 machte er sich dann auf seine erste Fahrrad-Tour. Mit dem Rad durchquerte er sieben Monate lang sämtliche Länder auf dem Weg von München nach Singapur und lernte unterschiedlichste Kulturen kennen.

Mit den Erfahrungen seiner ersten Fahrrad-Reise im Gepäck, startete er am 1. Januar 2012 in sein nächstes Abenteuer. Diesmal sollte es in sechs Monaten durch Australien gehen. Natürlich mit dem Fahrrad. Oder besser gesagt mit dem E-Bike. Denn Pedelecs und E-Bikes waren zu diesem Zeitpunkt neu auf dem Markt.

Um mehr von Maximilian zu erfahren, habe ich ihn interviewt:

Was war der schönste und schlimmste Moment, den Du während Deiner Reisen erlebt hast?
„Der schönste Moment: Meine Hochzeit barfuß am Strand mit Marion in Australien 2012. Der schlimmste Moment: Als ich in Kasachstan bei 40 Grad mit einer Lebensmittelvergiftung und ohne Wasser in der Wüste stand, 200 km von der nächsten Ortschaft entfernt. Was ich durch meine Reisen gelernt habe, egal wie aussichtslos eine Situation erscheinen mag, es wird sich immer eine Lösung finden.“

Welches Gepäck hattest Du dabei?
„Das ist von der Reise abhängig. Meistens habe ich nur wenige Klamotten dabei (irgendwann ist alles schmutzig), Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kochausrüstung, Ersatzteile und Werkzeug für das Fahrrad, Musik und für mich am wichtigsten meine Foto- und Filmausrüstung, die auch das meiste Gewicht ausmacht. Ein Tagebuch darf natürlich auch nicht fehlen.“

Wie viel haben Dich die Reisen gekostet?
„Meine siebenmonatige Reise von München nach Singapur hat mich, inkl. Rückflug 2500€ gekostet, das sind knapp 10€ pro Tag. Radreisen ist, wenn man keine hohen Ansprüche hat, eine sehr kostengünstige Art durch die Welt zu reisen.“


Hattest Du starkes Heimweh? Oder hat die Neugierde Neues zu entdecken überwogen?

„Selten. Bei meiner Reise von München nach Singapur war ich sieben Monate von Marion getrennt, das war oftmals sehr schwierig für uns beide. Davon abgesehen überwiegt bei mir das Fernweh und die Neugierde Neues zu entdecken.“

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Für seine nächste Tour sucht Maximilian noch begeisterte Mitfahrer und Tippgeber. Denn diesmal erkundet er seine Heimat Deutschland.

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