10 Dinge, die Eltern über Kinderzähne unbedingt wissen sollten

KinderzähneWer schon einmal ein zahnendes Kind bei sich im Bett jammern hatte weiß: Zähne begleiten uns nicht nur ein ganzes Leben lang, sondern sorgen selbst bei Eltern für schlaflose Nächte …

1) Das Zahnen bei Kindern an sich, ist wie der Besuch der Schwiegermutter

Es gibt schon im Vorfeld einen gewissen Druck und eine spürbare Unruhe. Sind die Zähne erst einmal da (gilt auch für die Schwiegermutter) so gibt es viel Gezeter, Geschrei und verzwickte Gesichter. Dann muss penibel genau geputzt werden, sonst gibt es Vorwürfe vom Zahnarzt des Vertrauens oder der Schwiegermutter des Grauens. Und zu guter Letzt gilt bei Zahn wie Schwiegermutter: Hauptsache draußen.

2) Ein Milchzahn kommt selten alleine

Weil unsere Zähne symmetrisch angelegt sind und quasi paarweise auftauchen (zwei Schneidezähne, zwei Eckzähne usw.) kündigen sich auch die Milchzähne paarweise an. Zuerst kommen im Normalfall die unteren Schneidezähne, gefolgt von den oberen Schneidezähnen. Das ganze beginnt etwa ab dem Alter von sechs Monaten. Die letzten der insgesamt 20 Kinderzähne können im Alter von bis zu drei Jahren kommen. Wichtig dabei zu wissen ist:

3) Risiken und Nebenwirkungen

Zähne bohren sich nicht nur durch das Zahnfleisch des Kindes, sondern vor allem durch die Nerven der Eltern: Denn die Kinder sehen natürlich nicht ein, warum sie den Weltschmerz für sich behalten sollen und geben lautstark ihren Unmut kund. Das freut Mutter, Vater und vor allem die Nachbarn und führt zu mitunter absurden Dialogen im Treppenhaus:
Mutter: „Haben Sie Zahnungssalbe?“
Nachbar: „Nein, aber Ohropax.“

4) Mit Biss durchs Leben

Sind die Zähne erst einmal da, so wird das ganze nicht besser, denn schon kleine Kinder haben intuitiv eine Weisheit erfasst: Sie beißen sich durchs Leben. Erst durch die Nippel der Mutter, dann durch die Saugaufsätze von Fläschchen und später auch durch liebevoll gemeint hingehaltene Finger. Wenn man Glück hat, dann durch die Finger der Schwiegermutter, siehe auch Punkt 1.

5) Zähne kündigen sich durch Fieber des Kindes an

Wer schon einmal in einem Thai-Restaurant die rote Sauce gegessen hat, weiß, wie sich Fieber bei Kleinkindern auswirkt. Erst werden die Augen glasig, dann kommen diese leichten roten Flecken im Gesicht gefolgt von einer hechelnden Schnapp-Atmung. Das ganze gipfelt anschließend in einem Schweißausbruch, der einen finnischen Saunameister erstaunen lassen würde. Dementsprechend unentspannt sind die Kinder während eines Fieberschubs. Besonders die Nächte sind sehr bitter.

6) Vorsicht, Spoiler

Sind die Schneidezähne nun endlich überstanden, so wird es eigentlich nur noch schlimmer. Denn die Backenzähne sind natürlich viel größer als die feinen, schlanken, Front-Beißerchen. Viele Eltern lachen hysterisch, wenn man als Neo-Eltern erwähnt, dass gerade die Backenzähne kommen. Wie auch immer – diejenigen Eltern die angeblich keine Probleme beim Zahnen hatten, stammen aus Fernsehserien oder nehmen regelmäßig Schlaftabletten.

7) Spaß mit Dracula

Auch die fiesen, spitzen Vampir-Eckzähne kündigen schlaflose Nächte an. Das Schlimmste daran – man fühlt sich irgendwann, als würde man Dracula stillen.

8) Eigentlich hilft beim Zahnen kaum etwas

Obwohl in Stillgruppen und Elternforen lange und breit über Zahnungs-Globuli, gekühlte Beißringe und kühlende Salben diskutiert wird, kommt bald die Erkenntnis: Eigentlich bringt gar nichts was. Außer vielleicht Baldrian. Der ist für die Eltern wohlgemerkt. Die Conclusio: Da müssen wir gemeinsam durch – Kind wie Eltern. Und in Folge auch die Nachbarn.

9) Zahnende Kinder haben schrecklichen Mundgeruch

Da hat man diesen Engel vor sich, diesen süßen Schatz, der einen mit großen Augen anhimmelt. Dieses entzückende Minimenschlein, das dich so bald es den Mund aufmacht an ein tollwütiges Eichhörnchen aus einem Horrorfilm erinnert.

10) Zahnende Kinder sabbern extrem

Sie haben sowohl von der Optik her eine große Gemeinsamkeit mit Bernhardinern: Große treue Augen und ein fast unerschöpfliches Reservoir an Speichel. Als Laie fragt man sich: Ab wann können Kinder eigentlich austrocknen? Zur Sicherheit hat man daher immer ein Fläschchen Tee mit, sollte es zu Dehydrierungserscheinungen kommen.


einerschreitimmerÜber die Autorin

Anne hat Zwillinge. Weil ständig eines ihrer Kinder brüllt, betreibt sie den Zwillingsblog „Einer schreit immer – die Wahrheit über das Leben mit Zwillingen“. Anne ist Mitte 30, macht „irgendwas mit Medien“, hat acht Hände und viel Humor. Sie wartet einstweilen auf ihre Nominierung für den Pulitzerpreis. Insgeheim wünscht sie sich zur Mutter des Jahres gewählt zu werden. Die Chancen dafür stehen aber leider schlecht, weil ihr jedes Mal die Realität frech ins Gesicht lacht und ihre Pläne böse kreuzt.

Weitere Informationen rund um Zähne und die Zahngesundheit finden Sie in unserem Themenschwerpunkt

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5 Kommentare

  1. Küstenmami schreibt am 13. Januar 2016 um 10:52:

    Hihi, sehr witzig, liebe Anne!

    Auch wichtig zu wissen: Zahnen geht vorrüber. Denn es gibt Hoffnung: Spätestens mit 15 sind sie aus dem Gröbsten raus 🙂

    Liebe Grüße, Küstenmami

    • Einer schreit immer schreibt am 13. Januar 2016 um 13:38:

      Und mit 18 dann hoffentlich AUSSER Haus… 😉

  2. Pingback: 10 Mythen der Zahnpflege - ERGO Direkt Blog

  3. Olli schreibt am 8. Februar 2016 um 8:08:

    Cooler Artikel – hat Spaß gemacht 🙂

  4. Hanna Faust schreibt am 8. Februar 2016 um 23:07:

    Sehr toller Artikel 🙂 wir haben mit 6,5 Monaten 6 Stück draußen! Der 7te ist unterwegs…eine wahre Freude 😀

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