„Au Backe“ auf italienisch – Im Ausland zum Zahnarzt

Im Ausland zum Zahnarzt.

Auch in den schönsten Tagen des Jahres (Urlaub) kann es zu Erkrankungen oder Schmerzattacken kommen. Wohl dem, der sich eine gute ärztliche Versorgung im Ausland leisten kann! Ich weiß, wovon ich spreche …

 

Italien, das Land der guten Pasta, Käsesorten, Salami und des erdigen und trockenen Rotweins. So lange haben mein Mann und ich uns auf diese Tage am Gardasee gefreut. Wir wollten „Schlemmen, bis der Arzt kommt“. Das ist mir leider auch gelungen.

 

Es geschah an einem wunderbaren Dienstagabend. Die Grillen zirpten, die Sonne ging gerade im westlichen Gebirge unter, als mir die schmackhaften Oliven in Knoblauchmarinade einfielen, die wir Stunden zuvor in einem Supermarkt in Gran Affi eingekauft hatten. Die würden jetzt bestimmt sehr gut zu einem leckeren Weißbrot und einem guten Schluck roten Bardolino passen. Soweit mein Plan.

 

Tatsächlich passten die Geschmackskomponenten auch 1A zusammen, hätten die Oliven nicht diesen fiesen Stein im Fruchtfleisch! Ich spürte mit vollen Backen einen stechenden Schmerz und hörte ein lautes Knacken in meinem Mund. Schlagartig wurde meine rechte Wange warm und dick. Aus war es mit der Romantik! Schmerzstillende Maßnahmen waren gefragt. Panik erfasste mich. Hektisch und mit einer Taschenlampe bewaffnet untersuchte mein Mann meinen Unterkiefer. Ein Stück Zahnkrone war abgebrochen. Aber was verursachte die Schmerzen in meinem Unterkiefer und die glühende Wange? Jetzt war guter Rat teuer. Wohin gehen? Was tun?

 

Mit Händen und Füßen sprach ich mit dem Zahnarzt

Gott sei Dank war die Dame an der Rezeption unseres Hotels mit allen Wassern gewaschen! Sie empfahl uns einen Zahnarzt im gleichen Ort, nur zwei Kilometer entfernt. Die Englischkenntnisse des Zahnarztes seien auch sehr gut. Was für ein Glück, denn leider sprechen weder mein Mann noch ich Italienisch. Mit Eisbeutel und Schmerztabletten bewaffnet stürmte ich die Zahnarztpraxis in der Hoffnung, bald schmerzfrei zu sein. Leider war das schwieriger als geplant, da sich die guten Englischkenntnisse lediglich auf „Good evening“ und „Good bye“ begrenzten.

Mit Händen, Füßen und einer mittlerweile sehr dicken Backe versuchte ich dem Zahnarzt zu berichten, was mir passierte. Die rettende Idee kam nach gut einer halben Stunde: Lass uns doch die Sprach-App befragen! Siegessicher kramte ich nach meinem Handy und versuchte die App zu öffnen, leider hatten wir aber keinen Internetempfang. Also ging der Verständigungsmarathon mit Händen, Füßen, Stift und Block weiter.

Nach 45 Minuten hellte sich das Gesicht meines Zahnarztes auf und ein entzücktes „capire“ war zu vernehmen. Folgendes war passiert: Ich biss auf den Olivenkern und löste somit eine Entzündung meiner Zahnwurzel aus. Diese galt es wieder einzudämmen. Schnell bekam ich ein Rezept für eine weitere Schachtel Schmerztabletten und Antibiotika, die mir bis zur Heimreise helfen sollten. Die abgebrochene Krone war nur an einer Ecke demoliert und konnte somit auch zu Hause repariert werden. Der restliche Urlaubsaufenthalt war also gerettet.

Kein Loch in der Urlaubskasse – dank Zusatzversicherung

Die ganze Aktion kostete mich 100 Euro in bar. Glücklicher Weise habe ich eine private Auslandskrankenversicherung bei ERGO Direkt. Nach unserem Urlaub nahm ich Kontakt zu meiner Versicherung auf und die 100 Euro waren schnell und unkompliziert bald wieder auf meinem Konto. Ein guter Grund um mit einem Glas Prosecco auf das Urlaubserlebnis anzustoßen.

 

Sie sind sicher neugierig wie es bei mir weiter ging: Dank der Antibiotika konnte die Entzündung ausgeheilt werden und meine Krone wurde erneuert. Den kommenden Kosten konnte ich entspannt entgegensehen, denn ich bin außerdem mit einer privaten Zahnzusatzversicherung ausgestattet, bei der mein Eigenanteil der Zahnarztrechnung verschwindend gering ist.
Man sagt ja immer, die beste Versicherung sei die, die man nicht in Anspruch nehmen muss. Aber wenn der Fall der Fälle dann doch eintritt ist man froh um jeden Cent.

 

Ich wünsche Ihnen für Ihre zukünftigen Urlaube eine schmerzfreie und erholsame Zeit!

 

Noch ein kleiner Tipp: Damit es Ihnen bei einem Zahnnotfall im Ausland nicht genauso geht wie mir, haben wir für Sie einen kleinen Sprachführer mit den wichtigsten Formulierungen und Fachbegriffen erstellt – in Italienisch, Spanisch, Französisch, Englisch und vielen weiteren Sprachen.

 
Was sagen Sie zu diesem Thema?

2 Kommentare

  1. Sophie G schreibt am 15. März 2018 um 12:57:

    Hallo und vielen Dank für diesen Beitrag. Ich musste selber zum Glück noch nie im Ausland zum Zahnarzt gehen, aber habe viele unterschiedliche Berichte von Bekannten gehört. Ohne gemeinsame Sprache und mit Schmerzen ist Kommunikation nicht wirklich leicht. Der Sprachführer ist echt super und eine große erste Hilfe!

    • David Prestele David Prestele schreibt am 15. März 2018 um 13:36:

      Hi Sophie,

      vielen Dank für dein Lob. Das freut uns natürlich. 🙂

      Liebe Grüße
      David

Kommentar verfassen:

Bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten beachten wir die Vorschriften der EU-Datenschutz-Grundverordnung.
Ausführliche Informationen finden Sie im Datenschutzbereich unserer Webseite.

Hiermit erkläre ich mich mit der Netiquette einverstanden

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.

Alle Felder mit einem * sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

*

Weitere Inhalte werden geladen...