HoHoHo – Crashkurs für Weihnachtsmann, Christkind und Co.

Weihnachtsmann mit Kindern

Wenn Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann zu Hause an der Türe klopfen, dann gilt es ein paar Dinge zu beachten. Denn Kinder merken schnell, ob da ein Laienschauspieler oder der verkleidete Nachbar vor der Türe steht. Die besten Tipps im Überblick:

Die richtige Ausstattung

Das Outfit muss stimmig sein: Kinder sind kleine Kritiker und entdecken mit professionellem Blick jede kleinste Abweichung zu ihrer bildlichen Vorstellung. Der Weihnachtsmann trägt einen roten Mantel, schwarze Stiefel und hat den unverkennbaren weißen Rauschebart. Der Nikolaus, von Beruf eigentlich Bischof, sollte unbedingt mit einem Stab und einer Bischofsmütze ausgestattet sein. Das Christkind, gerade auf seinen kleinen Flügeln aus dem Himmel herabgeschwebt, muss natürlich ganz in weiß gekleidet sein, ein Heiligenschein und etwas Glitzer kann hier auch nicht schaden. SO weit, so logisch.

Achten Sie unbedingt auf jedes kleinste Detail, das sie verraten könnte! Legen Sie Uhren und Schmuck ab und stellen Sie Ihr Mobiltelefon auf lautlos. Ein Kissen oder ein umgeschnallter Fahrradhelm lassen die Körpermitte des Weihnachtsmannes rund und gemütlich erscheinen – Achtung: Der Nikolaus hingegen muss nicht dick sein!

Verspielte Besonderheiten, wie Glöckchen am Kostüm, erzeugen eine besonders feierliche Stimmung und prägen sich bei Kindern stark ein. Stellen Sie sich die Vorfreude der Kinder vor, die schon auf dem Hausflur die Schritte und leise Glöckchen vernehmen und es kaum abwarten können, bis der lang ersehnte Gast im Wohnzimmer erscheint!

Profimuttertipp: Das Kostüm können Sie sich natürlich im Kostümverleih ausborgen.

Die richtige Vorbereitung

Ähnlich wie Facebook wissen Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann einfach alles! Unerlässlich ist für den Besuch des Nikolos das Goldene Buch, in dem alle nötigen Informationen vermerkt sind. Spielen Sie für unbekannte Kinder die festliche Rolle, so sprechen Sie vorher jedes Detail mit den Eltern ab und notieren Sie Wichtiges in ihrem Buch. Wichtig: Die Notizen sollten sauber und ordentlich sein. Vielleicht mit einem Füller oder einem goldenen Stift vermerkt. Denn so manches vorwitzige Kind wird sicher einen Blick in Ihr Buch werfen.

Auch auf Seiten der Familie ist eine kleine Vorbereitung nötig. Das Kind muss für den Weihnachtsmann und das Christkind einen Wunschzettel verfassen und diesen zeitig abschicken oder von einem Engel abholen lassen. Hat der weihnachtliche Besuch diesen Wunschzettel dann auch noch tatsächlich dabei und liest ihn vor, werden die Kinderaugen besonders strahlen. Wichtig ist es außerdem, dass die Kinder mit der Tradition vertraut sind und diese so perfekt wie möglich eingehalten wird – wartet das Kind sehnlichst aufs Christkind, darf natürlich nicht der Weihnachtsmann erscheinen!

Für die perfekte Atmosphäre legen Sie den Termin in die Abendstunden. Bei Kerzenschein und feierlicher Beleuchtung wirkt der Besuch aus dem Himmel besonders eindrucksvoll. Auch die Gefahr enttarnt zu werden verringert sich in einer dämmrigen Umgebung.

Weihnachtsmann mit Kindern

Das richtige Verhalten für den Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann ist ein Vorbild, der Nikolaus flucht nicht und das Christkind kennt jeder nur ruhig und sanft. Achten Sie darauf, dass Sie konsequent in Ihrer Rolle bleiben. Somit tun Sie keine Dinge, die ihre kleinen Zuschauer auch nicht dürfen. Wenn Sie nach der langen Reise vom Nordpol oder aus dem Himmel durstig sind, greifen Sie zu einem Glas Wasser oder Milch. Cola oder sogar Bier sind selbstverständlich tabu – Sie sind an diesem Abend kein Erwachsener, sondern ein himmlischer Gast und ein Vorbild für die Kinder!

Ein Tipp vom Gesangstrainer: Je langsamer Sie sprechen, desto leichter fällt es Ihnen konstant tief zu sprechen. Außerdem wirkt ein geringes Sprechtempo sanfter und vertrauenerweckender.

Um das Vertrauen von eher zurückhaltenden Kindern zu gewinnen, binden Sie sie vorsichtig ins Geschehen ein – ein gemeinsam gesungenes Lied oder ein Gedicht brechen das Eis. Stellen Sie Fragen nach dem Wohlbefinden des Haustieres oder des liebsten Plüschtieres um ein Gespräch mit dem Kind zu beginnen.

Die richtige Tarnung

„Wo parkt eigentlich dein Schlitten?“ Neugierig wie Kinder nun mal sind werden sie jede Gelegenheit nutzen Sie mit Fragen zu überhäufen. Um damit möglichst viele Informationen von ihrem besonderen Gast zu bekommen. Überlegen Sie sich vorher eine glaubwürdige Geschichte über Ihre Anreise, Ihren bisherigen Tag und was Sie im Anschluss noch zu erledigen haben. „Du siehst ein bisschen aus wie Onkel Horst!“ Die Gefahr enttarnt zu werden besteht besonders bei Kindern aus der eigenen Familie oder der Nachbarschaft, somit will eine Ausrede gut überlegt sein. „Onkel Horst? Den habe ich eben auch gesehen, der geht mit seinem Hund spazieren.“

Mit ein wenig Vorbereitung gelingt die Planung des denkwürdigen Abends für die aufgeregte Kinderschar garantiert. Trauen Sie sich, lassen Sie sich anstecken von der gespannten Vorfreude und schenken Sie den Kindern einen Abend, an den sie sich lang und gerne erinnern werden. Oder sie rufen einfach beim Laientheater ihres Vertrauens an und sparen sich die ganze Mühe. Das schont die Nerven…

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