Faszination Tauchen

TauchenMit elf Jahren war ich mit meiner Familie in Kroatien auf der Insel Krk im Sommerurlaub. Dort habe ich gemeinsam mit meinen zwei Geschwistern und meinem Vater einen Tauchkurs absolviert. Ich war sofort fasziniert von dieser Sportart. Deswegen schreibe ich in diesem Beitrag über meine Erfahrungen und gebe Ihnen Tipps für den Start ins Tauchen.

Eine Wasserratte war ich schon immer. Mit sechs Jahren war ich bereits im Schwimmverein angemeldet und fühlte mich im Wasser wohl. Doch es ist nochmal ein grundlegend anderes Gefühl, sich unter Wasser zu bewegen als auf dem Wasser. Man taucht sprichwörtlich ein in eine andere Welt. Das Gefühl von Schwerelosigkeit, wie man es sich von Astronauten im Weltall vorstellt, ist einfach unbeschreiblich. Die fast vollkommene Ruhe, außer das Geräusch des Atemreglers, hat etwas sehr meditatives. Man fühlt sich wie ein kleines Kind, dass eine vollkommen neue Welt erkunden möchte. Denn die Unterwasserwelt bietet nicht nur andere Formen und Farben. Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist eine völlig andere.

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Meine Erfahrungen im Tauchen

Thailand war für mich bisher das absolute Highlight! Die Andamanensee ist voll von farbenprächtigen Korallen und tropischen Meereslebewesen. Umgeben von tropischen Inseln hat man die Chance mit Walhaien, Manta Rochen und Leopardenhaien zu tauchen. Die Similan Islands, circa 70 Kilometer vor der Westküste gelegen, gehören mit zu den besten Tauchgebieten überhaupt. Hier hatte ich meinen bisher atemberaubendsten Tauchgang. Eine Stunde lang sind sechs große Manta Rochen über uns hinweg geschwebt. Das ist ein Erlebnis, was man nicht so schnell wieder vergisst. Durch die warmen Wassertemperaturen reicht übrigens ein drei Millimeter Nassanzug – Shorty oder Langanzug. Für diejenigen, die einen niedrigen Blutdruck haben oder kälteempfindlich sind, ist ein fünf Millimeter Ganzkörperanzug zu empfehlen.

Aber auch über Wasser hat Thailand einiges zu bieten: Gutes Essen, eine spannende fremde Kultur und freundliche Menschen im Land des Lächelns sind auf jeden Fall eine Reise wert.

Octopus beim Tauchen in Kroatien

Octopus in Kroatien

In Kroatien habe ich begonnen zu tauchen. Vergleichbar mit der bunten Unterwasserwelt in Thailand ist es nicht. Dennoch gehört Kroatien unter deutschen Tauchern zu einem beliebten Reiseziel. Und das nicht ohne Grund. Neben glasklarem Wasser, zahlreichen Wracks, tollen Steilwänden und gut ausgestattete Tauchbasen gibt es auch zahlreiche Unterwasserbewohner zu bestaunen. Es gibt Drachenköpfe, Kraken, Schnecken, Knurrhähne, Muränen und vieles mehr. Sinnvoll ist es, stets eine Taschenlampe mitzunehmen. Zum einen kommen so die Farben unter Wasser besser zur Geltung. Zum anderen kann man so die zahlreichen kleinen Felsausbuchtungen beleuchten und findet dort nicht selten verschiedene Krebsarten, Garnelen und Hummer.

Hecht beim Tauchen in Deutschland

Hecht beim Tauchen in Deutschland

Auch in Deutschland und Österreich war ich bereits öfters beim Tauchen. Viele Taucher, die in Thailand oder Ägypten  angefangen haben, sind dann sehr enttäuscht, wenn sie in Deutschland tauchen gehen. Das Wasser ist deutlich kälter, die Sicht meist nicht allzu gut und auch die Artenvielfalt ist im Vergleich eher bescheiden. Doch wer seine Erwartungshaltung etwas herunterschraubt und auch am generellen Erlebnis Tauchen Spaß hat, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Denn wer hat schon das ganze Jahr über Zeit und Geld für eine weite Urlaubsreise. Am Ilsesee in Königsbrunn bei Augsburg gibt es beispielsweise Hechte, Forellen, verschiedene Barscharten und Schleien zu sehen.

Tauchen lernen – erste Schritte

TauchenWer sich überlegt, einen Tauchkurs zu absolvieren, sollte als erstes zum Arzt gehen und seine Tauchtauglichkeit überprüfen lassen. Der Nachweis hierfür ist zwar oftmals nicht erforderlich, doch der eigenen Gesundheit zu Liebe sollten Sie darauf nicht verzichten. Denn man darf nicht vergessen, dass man sich in eine für den Menschen nicht geschaffene Welt begibt. Bevor Sie einen kompletten Tauchkurs in Angriff nehmen, ist ein Schnupperkurs vorab ratsam. Denn so bekommen Sie einen ersten Eindruck, ob Sie sich unter Wasser wohlfühlen. Einen Schnupperkurs gibt es ab circa 50 Euro und viele Tauchschulen verrechnen den Preis auf einen anschließenden Kurs.

Eine komplette Tauchausbildung dauert in der Regel vier Tage und kostet 300 bis 400 Euro. Die Preise können je nach Land etwas variieren. Doch die Kosten sollten auf jeden Fall eine untergeordnete Rolle spielen. Auch wenn der Tauchsport in den üblichen Grenzen statistisch gesehen nicht gefährlicher ist als viele andere Sportarten, gibt es doch einiges in der Theorie und Praxis zu beachten. Sicherheit steht immer an erster Stelle. Deswegen ist die Auswahl der richtigen Tauchschule essentiell.

Wie erkenne ich eine gute Tauchschule?

Vorab ist zu erwähnen, dass es verschiedene Tauchverbände (zum Beispiel VDST, PADI, CMAS, SSI) gibt. Dies sollte Sie jedoch nicht verwirren. Denn grundsätzlich lernt man überall das selbe: den richtigen Umgang mit der Tauchausrüstung und deren Einsatz unter Wasser.

Viel wichtiger für eine solide Tauchausbildung sind die richtige Tauchschule und der Tauchlehrer selbst. Nur eine gut ausgestattete und seriöse Tauchschule, die ihre Kurse gewissenhaft und ohne zeitlichen Druck durchführt, kann Ihnen alle wichtigen Grundvoraussetzungen mit auf den Weg geben. Generell sollten Sie vorab verschiedene Schulen miteinander vergleichen. So erkennen Sie gleich, ob auf Ihre Fragen und eventuell auch Sorgen und Ängste ausreichend eingegangen wird. Denn die Kommunikation vorab ist ein wichtiges Kriterium.

Desweiteren sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Die Tauchschule macht einen ordentlichen und aufgeräumten Eindruck.
  • Das Personal erklärt ruhig und verständlich alle Bestandteile der Ausbildung und die entstehenden Kosten.
  • Beim „Schnuppertauchen“ geht der Tauchlehrer zuerst die Regeln für sicheres Tauchen durch. Die Bestandteile und der Zusammenbau der Ausrüstung wird ausreichend und verständlich erklärt. Der Tauchlehrer gibt beim Abtauchen individuelle Hilfestellung und sorgt für eine vertrauensvolle Atmosphäre.
  • Die Tauchgruppen sind im Idealfall sehr klein.
  • Bei einem Tauchkurs im Ausland sollten Sie auf deutschsprachige Tauchlehrer achten. Denn auch bei guten Sprachkenntnissen kann die lebensnotwendige Theorie zu Verständnisproblemen führen.

Die komplette Tauchausrüstung ist nicht ganz günstig. Für einen Anfängerkurs wird diese auch nicht benötigt. Die Tauchausrüstung kann geliehen werden. Die sogenannte ABC-Ausrüstung sollten Sie sich jedoch selbst kaufen. Sie besteht aus Tauchermaske, Schnorchel, Flossen und kostet circa 100 Euro.

Ich kann nur jedem ans Herz legen, einmal selbst in die Unterwasserwelt abzutauchen. Mein nächstes großes Ziel wird wieder Thailand sein. Vorher geht es noch in einen Bergsee nach Österreich.

Beim Abtauchen sollte eine Unfallversicherung nicht fehlen.

Was sagen Sie zu diesem Thema?

2 Kommentare

  1. Maren Vogel schreibt am 18. April 2016 um 12:12:

    Hallo,
    zahlt die Unfallversicherung über die APP z. B. auch die Kosten für die Dekokammer nach einem Tauchunfall?

    • David Prestele David Prestele schreibt am 18. April 2016 um 15:33:

      Hallo Frau Vogel,

      tauchtypische Gesundheitsschäden sind zwar durch unsere Unfallversicherung gedeckt, Behandlungs-Kosten (und der Einsatz der Dekompressionskammer stellt eine Behandlungsmethode der Caissonkrankheit dar) sind jedoch leider nicht Gegenstand unseres Tarifs.

      Viele Grüße
      David Prestele

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