Die Familie absichern – darauf kommt es an!

Familie richtig absichern

„Du arbeitest doch bei einer Versicherung – erklär mir mal, wie muss ich meine Familie absichern?“ Ich liebe es, wenn gemütliche Grillabende im Beruflichen enden. Aber ich weiß, wie komplex das Thema Versicherung ist. Mein Freund ist Familienvater und deshalb liegt ihm sehr am Herzen, für den Notfall gut vorzusorgen. Also gebe ich ihm tatsächlich gerne die wichtigsten Infos für Familien:

Das Schlimmste zuerst

Es ist nie ein schönes Gesprächsthema, aber man muss es ansprechen. Wenn Vater oder Mutter versterben, egal ob durch eine Krankheit oder ganz plötzlich durch einen Unfall, muss für die Hinterbliebenen genug Kapital vorhanden sein. Eine Risikolebensversicherung ist genau dafür da. Im Todesfall kommt eine hohe Summe zur Auszahlung – bei vergleichsweise günstigen Beiträgen. Dabei sollten sich beide Elternteile versichern. Nicht nur der Hauptverdiener.

Fällt dessen Gehalt weg, ist es leicht nachvollziehbar, dass weiterhin genügend Geld vorhanden sein muss. Seltener ist der Partner abgesichert, der in Teilzeit oder eventuell gar nicht arbeitet, weil er sich beispielsweise um die Familie kümmert. Verstirbt aber dieser Elternteil, so kann es sein, dass der bisherige Hauptverdiener seinen Job zugunsten der Erziehung aufgeben muss oder jemanden für die Kinderbetreuung bezahlen muss. Dadurch steigen die Ausgaben schnell nach oben. Wie hoch für eine Risikolebensversicherung die Versicherungssumme sein sollte, erfahren Sie mit unserem Rechner.

Wenn „Arbeiten“ einfach nicht mehr geht

Eine weitere wichtige Absicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Haus, Sportvereine, Urlaube, Ausbildungen der Kinder und so weiter, das alles will bezahlt werden. Da kann sich glücklich schätzen, wer einen gut bezahlten Arbeitsplatz hat. Aber was ist, wenn man den Job aufgrund einer Krankheit nicht mehr ausüben kann? Ohne Berufsunfähigkeitsversicherung ist dann schnell die Existenz gefährdet. Zumindest muss die erarbeitete Lebensstandard auf ein Minimum reduziert werden.

Klar, eine solche Absicherung kostet auch ein paar Euro, wenn man das aktuelle Einkommen absichern will. Dies zeigt aber auch, dass der Versicherungsfall durchaus häufig eintritt. Laut Statistischen Bundesamtes werden rund 40 Prozent der heute 20-Jährigen einmal berufsunfähig. Eine entsprechende Versicherung lohnt sich also!

Wer anderen einen Schaden zufügt

Es kann natürlich auch existenzbedrohend werden, wenn man jemand anderem einen Schaden zufügt und diesen „ersetzen“ muss. Ok, wenn der Große meines Freundes beim Fußballspielen eine Scheibe einschießt, ist das zwar ärgerlich und es kostet auch einiges, aber es ist nicht der Ruin. Anders sieht es aus, wenn sein Sohn sich mal wieder in Gedanken versunken und mit Kopfhörern durch die Straßen bewegt – auch mir ist er schon einmal fast ins Auto gelaufen.

Verursacht er so einen Verkehrsunfall, im schlimmsten Fall mit Personenschaden, wird es schnell teuer. Häufig wird dem Geschädigten eine lebenslange Rente zugesprochen. Der Junge wäre in diesem Fall ohne Haftpflichtschutz ein Leben lang dauerpleite, ohne jemals einen Cent verdient zu haben. Deshalb: Familien-Haftpflichtversicherung ist ein absolutes Muss!

Nach der Pflicht kommt die Kür

Wer beim Thema „Familie absichern“ auf diese drei Versicherungen (Risikolebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Haftpflichtversicherung) zurück greift, hat sich zumindest gegen die wichtigsten finanziellen Belastungen geschützt. Darüber hinaus gibt es allerdings weiteren Versicherungsschutz der durchaus empfehlenswert ist:

  • Pflegeversicherung: Im Pflegefall wird zunächst auf das private Vermögen zurückgegriffen. Reichen die eigenen Ersparnisse und Einkünfte nicht aus, wird auch das Vermögen der Kinder beansprucht. Diese Belastung fängt eine private Pflegeversicherung auf.
  • Unfallversicherung: Wer nach einem Unfall dauerhafte körperliche Einschränkungen hat, muss eventuell umziehen oder umbauen. In jedem Fall ist die finanzielle Belastung nicht gering. Hier springt die private Unfallversicherung ein.
  • Hausratversicherung: Wer im Totalschadenfall, beispielsweise nach einem Brand, den kompletten Hausrat inklusive Kleidung, Geschirr, Möbel und Elektrogeräte ersetzen muss, ist schnell bei einer fünfstelligen Summe. Die Hausratversicherung ersetzt den Schaden.
  • Krankenzusatzversicherung: Ob im Krankenhaus, beim Optiker oder beim Zahnarzt, fast in allen Gesundheitsbereichen gibt es Upgrades, die das Leben einfach angenehmer machen. Im Krankenhaus im Einbettzimmer, beim Optiker die besseren Kunststoffgläser oder beim Zahnersatz die Verblendungen. Dies alles sind Privatleistungen, die aus dem eigenen Geldbeutel zu zahlen sind. Außer: Man hat mit einer Zusatzversicherung vorgesorgt.

Leider können Versicherungen nur die finanziellen Lücken schließen. Die Schäden, die zu den Belastungen führen, können sie nicht verhindern. Deshalb rate ich meinem Freund auch, sich der eigenen Verantwortung immer bewusst zu sein. Denn als Eltern will man seinen Kindern schließlich den bestmöglichen Start ins Leben ermöglichen. Dazu gehört für mich auch, sie vor einschneidenden finanziellen Schäden zu schützen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Themenschwerpunkt „Die meisten Unfälle passieren zuhause“.

Was sagen Sie zu diesem Thema?

1 Kommentar

  1. Thomas Querl schreibt am 24. September 2015 um 14:55:

    Lieber Bekannter,
    PML noch nie gehört – ok –
    Bevor Du Tod oder Berufs-Erwerbsunfähig bist,
    Du von Deinem Gehalt lebst..ist eine Krankheit die länger als 6 Wochen dauert für Dich wohl das größte Risiko – die Kredite / Kosten laufen weiter und von der Krankenkasse gibt es eben nicht mehr 100% , was nun lieber Bekannter.
    Das nicht zu formulieren ist für mich ein Beratungsfehler – vorsichtig ausgedrückt !
    Die meisten Menschen nehmen sich mehr Zeit ihr Auto Vollkasko zu versichern …
    Also der gute Bekannter erklärt die Kumulrisiken.
    Vater ist länger krank- leider aber auch noch nicht tot- wer zahlt die Hypothek?
    Ein Tagegeld nicht in jede Baufi / regelmäßige Belastung zu integrieren -ich halte es für verantwortungslos !
    Thomas Querl

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