Wie ich meine Baufinanzierung abgesichert habe

Das finanzielle Risiko ist hoch. Dennoch habe ich mich für ein Eigenheim entschieden – allerdings nicht ohne die richtige Absicherung.

Baufinanzierung ERGO Direkt

Es ist schon einige Jahre her, als ich in meine jetzige Wohnung gezogen bin. Damals – in meiner Studentenzeit – war die Wohnung schon sehr praktisch. Zentral gelegen, günstige Miete und die Nachbarn waren den nächtlichen Lärm, der des Öfteren aus meiner Wohnung kam, gewohnt.

Doch mit dem eigenen Job stiegen auch die eigenen Ansprüche an einen gewissen Lebensstandard und ich war nicht mehr ganz so glücklich mit meiner Wohnung. Das Bad hat den Charme der 1970er Jahre, ob die Sonne scheint, lässt sich durch die wenigen und kleinen Fenster leider nur erahnen und einen Balkon gibt es auch nicht.

Kurzum: eine neue Wohnung musste her. Mit wenigen Klicks im Netz habe ich mir einen Überblick auf den einschlägigen Immobilienportalen verschafft. Leider ist das Angebot mit meinen gewünschten Kriterien sehr rar und falls doch einmal etwas interessantes dabei ist, sind die Preise alles andere als erschwinglich.

Als ich meine Umzugspläne schon fast begraben hatte, fiel mir ein Haus in meiner Heimatgemeinde auf, das zum Verkauf stand. Spontan entschloss ich mich, es zu besichtigen. Erst danach stellte sich mir die Frage, ob ich mir das überhaupt leisten kann. Reichte mein Bausparer als Eigenkapital aus? Und kann ich die monatlichen Ratenzahlungen auch begleichen?

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Im Idealfall sollte das Eigenkapital die kompletten Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Maklerprovision, Notar- und Gerichtskosten sowie 20 Prozent des Kaufpreises abdecken. In meinem Fall konnte ich die 20 Prozent Eigenmittel nicht aufbringen. Dies bedeutet für mich, dass ich einen etwas höheren Zins für den Kredit zahlen muss.

Letztlich ergaben die Berechnungen, dass die monatliche Rate mit Tilgung fast genauso hoch ist, wie die Kaltmiete einer Wohnung in vergleichbarer Größe. Deshalb habe ich mich nach reiflicher Überlegung dann doch dazu entschlossen, das Haus zu kaufen.

Jedoch bindet man sich durch den Kauf einer Immobilie auch Kosten ans Bein, die man als Mieter nicht hätte. Die Kosten einer Dachsanierung, neue Fenster oder die Sanierung der Zufahrt muss ich als Eigentümer alles selbst tragen. Diese Ausgaben können aber schnell fünfstellige Beträge erreichen. Das sollte man als Käufer unbedingt vorher berücksichtigen.

Apropos Sanierung – hier kommt auch noch einiges auf mich zu. In den nächsten Jahren steht bei mir am Haus eine Fassadensanierung an. Hierfür besteht die Möglichkeit kostengünstig einen Kredit der Kfw zu erhalten, wenn gewisse Kriterien der energetischen Sanierung berücksichtigt werden. Weitere Informationen hierfür finden Sie unter kfw.de.

Baufinanzierung durch die Bank

Zurück zur Finanzierung des Kaufs. Die monatlich zu leistende Rate an die Bank setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen. Wichtig ist, darauf zu achten, wie man den Tilgungsatz wählt. Bei einer Tilgungsrate von einem Prozent ist der Kredit erst nach 46 Jahren abbezahlt, während man bei einer dreiprozentigen Tilgung schon nach 23 Jahren schuldenfrei ist. Jedoch kann eine höhere Tilgung auch das Haushaltsbudget deutlich belasten.

Deshalb meine Empfehlung: Stellen Sie sich alle Ausgaben und Einnahmen eines Jahres offen gegenüber und errechnen Sie daraus dann die maximal mögliche Tilgungsrate. Und aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen raten: Kalkulieren Sie dabei nicht zu knapp. Gerade beim Hauskauf oder Hausbau kann es immer mal wieder zu unvorhergesehen Ausgaben kommen.

Eine Risikolebensversicherung schützt vor einem finanziellen Absturz

Arbeitslosigkeit, Krankheit oder gar der Tod eines Angehörigen, der mit an der Finanzierung beteiligt ist, kann das ganze Finanzierungskonzept durcheinanderbringen. Einige Risiken kann man jedoch mit entsprechender Vorsorge abfangen. Bei Todesfall schützt zum Beispiel eine Risikolebensversicherung die Familie vor dem finanziellen Absturz und eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte auch dazugehören, falls es nicht ohnehin schon zu Ihrem Versicherungsportfolio gehört.

Lassen Sie sich also von möglichen Risiken nicht entmutigen. Es gibt meiner Meinung nach nichts Schöneres, als im eigenen Garten zu grillen und die Sonne zu genießen. Noch ein Tipp zum Abschluss: Sprechen Sie mit mehreren Personen, die sich bereits ein Haus gekauft oder gebaut haben. Von ihnen erhält man oft sehr gute und praktische Tipps. Und schauen Sie gerne auch auf unserer Webseite vorbei für weitere Informationen rund um das Thema „Häuslebauer“.

 
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