Weltnichtrauchertag – So regeln andere Länder den Nichtraucherschutz

Sie sind Raucher und planen Ihren Urlaub? Hier finden Sie wichtige Regelungen verschiedener Länder, die Sie beachten sollten.

Weltnichtrauchertag

Am 31.05. ist der alljährliche Weltnichtrauchertag. Dieser wurde im Jahre 1987 von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen. Der Nichtraucherschutz wurde dabei als höchstes Ziel beschrieben. Eine Maßnahme ist das seit 2006 gültige Gesetz zum Rauchverbot in Deutschland. Doch nicht nur in Deutschland gibt es dieses Gesetz zum Schutz der Nichtraucher. Auch in vielen beliebten Urlaubsländern herrschen immer strengere Regeln. Da die Urlaubszeit so gut wie vor der Tür steht, lohnt es sich, einen Blick über die Grenzen zu werfen und sich die Situation in anderen Ländern anzusehen.

Deutschland: Rauchverbot, Bußgeld: bis 5.000 Euro

In Deutschland wurde das Rauchverbot 2006 eingeführt. Doch bereits in der DDR war das Rauchen während der Mittagszeit, also von 11:00 – 14:00 Uhr, in den Gaststätten verboten. Auch die Hörfunk- und Fernsehwerbung für Tabakwaren ist seit 1975 nicht mehr erlaubt. Aktuell gilt, dass in Bundesbehörden, öffentlichen Verkehrsmitteln sowie vielen weiteren Lokalitäten das Rauchen untersagt ist. Da die Bundesländer das Rauchverbot selbst bestimmen können, sind auch die Strafen sehr unterschiedlich. Die Bußgeldspanne reicht bis zu 5.000 Euro. Auch für die Gaststättenbetreiber sieht es nicht besser aus. Je nach Härtefall können bis zu 10.000 Euro fällig werden.

Spanien: Rauchverbot, Bußgeld: bis 600.000 Euro

In Spanien herrscht eines der strengsten Rauchverbote. Trotz dessen sind rund 35 Prozent der spanischen Bevölkerung Raucher. Das Gesetz besagt auch, dass teilweise in der freien Natur nicht mehr gequalmt werden darf. Zusätzlich ist das Verbot für alle öffentlichen Innenräume gültig. Bei einem Verstoß gegen das Nichtrauchergesetz können sogar Strafen von bis zu 600.000 Euro fällig werden.

Italien: Rauchverbot, Bußgeld: bis 200 Euro

Bereits seit 2005 ist in Italien das Rauchen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, öffentlichen und privaten Büros sowie Kinos und Restaurants grundsätzlich verboten. Dies betrifft rund 26 Prozent der italienischen Bevölkerung. Wenn man Glück hat, findet man in Lokalen abgetrennte Raucherzimmer. Halten Sie sich nicht an diese Regeln, können Sie mit einem Bußgeld von rund 200 Euro rechnen. Die Strafe erhöht sich automatisch, wenn neben Schwangeren oder Kindern geraucht wird.

Frankreich: Rauchverbot, Bußgeld: bis 70 Euro

Rund ein Drittel der Franzosen sind Raucher. Seit 2008 darf in öffentlichen Räumen nicht mehr geraucht werden und wer doch unerlaubt zum Glimmstängel greift, muss in Frankreich mit 68 Euro Strafe rechnen. Zusätzlich sind auch Bars und Restaurants rauchfrei. Die Hotel- und Cafébesitzer haben bereits reagiert, in dem sie immer mehr Nichtraucherhotels eröffnen und Caféterrassen zu Nichtraucherzonen umwandeln.

Ägypten: kein Rauchverbot, kein Bußgeld

Kein Rauchverbot gilt in Ägypten. Sowohl in Lokalen, Restaurants als auch in Bars und Cafés darf nach Lust und Laune geraucht werden. Dementsprechend hoch sind die Raucherquoten. Mehr als 40 Prozent der männlichen Bevölkerung rauchen zwischen 16 und 20 Zigaretten am Tag. Die einzige Ausnahme ist der Fastenmonat Ramadam. Dieser findet im neunten Monat des islamischen Mondkalenders statt. Wegen der sich verändernden Zyklen des Mondes, findet dieser von Jahr zu Jahr zu unterschiedlichen Zeiten statt. Auch die Touristen werden dann gebeten nicht in der Öffentlichkeit zu rauchen.

Türkei: Rauchverbot, Bußgeld: etwa 30 Euro

In kaum einem anderen Land wird so viel geraucht, wie in der Türkei. Knapp 60 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen sind Raucher. In geschlossen Räumen herrscht jedoch auch in diesem Land ein striktes Rauchverbot. Wenn Gastwirte in der Türkei Raucher dulden, müssen diese bis zu 2.600 Euro Strafen bezahlen. Der Raucher selbst wird mit etwa 30 Euro zur Kasse gebeten.

Kroatien: Rauchverbot, Bußgeld rund 130 Euro

Seit 2009 gilt in Kroatien ein Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, einschließlich allen Restaurants und Hotels. Mit rund 130 Euro muss man rechnen, wenn man in einem Nichtraucherbereich mit der Zigarette erwischt wird.

Kalifornien: Rauchverbot, Bußgeld rund 80 Euro

Ein Blick über den großen Ozean zeigt, auch hier gibt es Einschränkungen für Raucher. Von dem massiven Rauchverbot sind beispielsweise in Kalifornien 278 staatliche Parks und Strandgebiete betroffen. Sündern droht eine Strafe von rund 100 Dollar. Das sind umgerechnet circa 75 Euro. Bereits im Jahr 2003 hatte die Bevölkerung das Kippenmeer satt. Die Einwohner sammelten rund 6.000 Glimmstängel von Stränden und öffentlichen Plätzen ein und luden sie im Stadthaus ab. Wenig später wurde das erste Rauchverbot für die Strände beschlossen.

China: kein Rauchverbot, kein Bußgeld

Wussten Sie außerdem, dass in China Rauchen zur guten Etikette gehört? Kaum ist der erste Gang bei einem Bankett serviert, bietet der Gastgeber allen Männern am Tisch eine Zigarette an. Ein Nein wird nicht akzeptiert. Rauchen wird im Land der goldenen Mitte als Ausdruck des eigenen Status gesehen. Dabei ist es nicht unwichtig, welche Marke man raucht. Rund 350 Millionen Chinesen sind Raucher.

Ihre Meinung ist gefragt: Sind Sie für oder gegen ein Rauchverbot? Schreiben Sie mir einen Kommentar.

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1 Kommentar

  1. H.Lutzens schreibt am 28. Mai 2014 um 17:55:

    Nichtrauchen ist ok.

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