Was tun bei einer Pilzvergiftung?

Eine Pilzvergiftung erfordert schnelles Handeln. Wir erklären Ihnen wie Sie eine Pilzvergiftung erkennen und was im Notfall zu tun ist.

Fliegenpilz

Den Fliegenpilz erkennt man sofort – es gibt aber viele giftige Arten, die nicht so leicht von genießbaren Pilzen zu unterscheiden sind.

Wenn der Sommer langsam ausklingt, können die Pilzsammler in Deutschland wieder ihrer Leidenschaft nachgehen. Denn im Herbst beginnt die große Pilzsaison. Wussten Sie, dass es weltweit über eine Million Pilzarten gibt? Doch nur ein Bruchteil davon ist auch genießbar, wie zum Beispiel Champignons, Stockschwämmchen, Birkenpilz oder Maronenröhrling. Deshalb sollten Sie ganz genau darauf achten, welche Sorte Sie pflücken und essen.

Symptome einer Pilzvergiftung

Die ersten Anzeichen einer Pilzvergiftung können Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen sein. Sobald Sie nach dem Verzehr von Pilzen unter diesen Symptomen leiden, sollten Sie sofort den Notarzt oder den Giftnotruf (Telefonnummer: 112) rufen. Denn wer giftige Pilze zu sich nimmt, kann Leber und Nieren schädigen und im schlimmsten Fall sogar sein Leben gefährden.

In der Regel treten die ersten Beschwerden schon innerhalb der ersten Minuten beziehungsweise Stunden auf. Schwere Vergiftungen können auch erst nach bis zu 16 Stunden Auswirkungen zeigen. Dies ist zum Beispiel beim Knollenblätterpilz der Fall.

Sofortmaßnahmen nach einer Pilzvergiftung

  • Setzen Sie einen Notruf ab: 112.
  • Trinken Sie viel Wasser.
  • Trinken Sie keine Milch.
  • Trinken Sie kein Salzwasser, um möglicherweise ein Erbrechen zu fördern.
  • Nehmen Sie keine Kohletabletten zu sich, um möglichen Durchfall zu lindern.
  • Bringen Sie Bewusstlose in die stabile Seitenlage.
  • Nehmen Sie Pilzreste mit ins Krankenhaus oder zum Arzt, um die genaue Bestimmung zu erleichtern.
  • Hinweis: Es gibt kein vernünftiges Hausmittel, das bei einer Pilzvergiftung hilft.

Eine Pilzvergiftung kann auch durch eigentlich genießbare Arten verursacht werden. So warnt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie auf ihrer Webseite: „Am häufigsten treten Pilzvergiftungen durch zu alte Pilze (aus eigenem Sammelgut, aus Verkauf und aus fremder Verarbeitung!) oder zu lange, bzw. falsch gelagerte Pilze auf.“

Übrigens: Bei ERGO Direkt sind unfreiwillige Vergiftungen wie zum Beispiel eine Pilzvergiftung in der Unfallversicherung mit abgedeckt.

Sind Sie auch als Pilzsammler unterwegs? Oder sind Sie sich zu unsicher mit der genauen Bestimmung der genießbaren Arten?

Was sagen Sie zu diesem Thema?

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