Unfallversicherung: privat oder gesetzlich?

Welche Schäden nicht die gesetzliche, sondern die private Unfallversicherung zahlt, weiß nicht einmal jeder zweite Deutsche.

UnfallversicherungLaut einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov offenbaren rund 49 Prozent der Deutschen eine große Wissenslücke in Hinblick auf den Versicherungsschutz in der Unfallversicherung.

Am größten ist die Angst der Deutschen vor Auto- (62 Prozent) und Haushaltsunfällen (32 Prozent). Tatsächlich ereignen sich die meisten Unfälle im eigenen Haushalt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat in ihrer Unfallstatistik acht Millionen Unfälle innerhalb eines Jahres registriert. Davon passierte mit 2,8 Millionen die Mehrzahl in den eigenen vier Wänden. Im Vergleich dazu lag die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr bei 390.000.

Laut der YouGov-Studie glaubt von den 1.090 Umfrageteilnehmern jeder Fünfte, dass bei Haushaltsunfällen die gesetzliche Unfallversicherung einspringt. Das stimmt aber nicht und diese irrtümliche Annahme kann fatale Folgen haben. Ohne die richtige Absicherung in Form einer privaten Unfallversicherung, muss die betroffene Person in der Regel selbst für die anfallenden Kosten, beispielsweise für Behandlungskosten und Rehabilitationsmaßnahmen, aufkommen.

Die gesetzliche Unfallversicherung

Als Unfall gilt ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis, durch das der Versicherte unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt Unfälle ab, die sich auf dem direkten Arbeitsweg und in der Arbeit ereignen. Schüler genießen Versicherungsschutz, wenn sie sich auf dem direkten Schulweg und in der Schule befinden.

Für Unfälle auf der Betriebstoilette oder der betriebseigenen Kantine haftet die Berufsgenossenschaft allerdings nicht. Der Versicherungsschutz umfasst lediglich Unfälle, die auf dem Weg zur oder von der Toilette, bzw. Kantine passieren. Versichert sind jedoch Wege, welche aufgrund von Fahrgemeinschaften oder der Unterbringung der Kinder in soziale Einrichtungen, zurückgelegt werden müssen.

Freizeitunfälle dagegen sind nicht gesetzlich abgesichert! Dementsprechend wurden sechs Millionen der insgesamt acht Millionen innerhalb eines Jahres registrierten Haushaltsunfälle auch nicht über die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt. Zu den Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung zählen Heilbehandlungen, die Übernahme von Kosten für die Teilnahme an Umschulungsmaßnahmen oder Geldleistungen an Hinterbliebene.

Die private Unfallversicherung

Für Unfälle in der Freizeit, beispielsweise beim Sport oder im Haushalt, kommt grundsätzlich die private Unfallversicherung auf. Sie bietet Versicherungsschutz: täglich, rund um die Uhr und weltweit! Versichert sind sowohl die Wiederherstellung der Gesundheit als auch die Rentenzahlung im Fall einer unfallbedingten Invalidität. Ebenfalls ist die Zahlung einer Todesfallsumme an die Hinterbliebenen abgesichert. Daneben kann mit der Versicherung auch eine Kapitalzahlung bei Verlust eines Gliedmaßes vereinbart werden.

Neben dem Grundversicherungsschutz für Invalidität, unfallbedingtem Tod und Krankenhaus-Tagegeld lassen sich bei dem Unfalltarif der ERGO Direkt Versicherungen alle Leistungsbausteine individuell und bedarfsgerecht zusammenstellen. Bausteine, wie zum Beispiel Schmerzensgeld, Unfall-Pflegerente und Reha-Hilfeleistungen können in beliebiger Höhe mit eingeschlossen werden. Beitragsfrei mitversichert sind zudem Bergungskosten und kosmetische Operationen bis 10.000 Euro.

Was sagen Sie zu diesem Thema?

4 Kommentare

  1. Thorsten Bauer schreibt am 22. Januar 2015 um 10:02:

    Vielen Dank Stefan für den schönen Blog-Beitrag. Es ist schon erschreckend wie viele Unfälle im eigenen Haushalt passieren und wie viele davon nicht über eine private Unfallversicherung abgesichert sind. Das stellt nochmal die Wichtigkeit dieser Versicherung in den Vordergrund. Denn nichts ist wichtiger als die Absicherung der eigenen Arbeitskraft. Deshalb sollte sich jeder Gedanken über eine private Unfallversicherung machen!

    • Thorsten Bauer schreibt am 22. Januar 2015 um 10:44:

      Leider ist mir beim Kommentieren ein kleiner Fehler passiert. Statt „über eine private Unfallversicherung abgesichert sind“ muss es natürlich heißen „über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind“. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Blog-Beiträge.

  2. Michael Oks schreibt am 22. Januar 2015 um 16:07:

    Interessanter Beitrag Stefan!
    Besonders zu dieser Jahreszeit sollte sich jeder zumindest schon einmal darüber informiert haben,
    da auch bei Glatteis häufig Unfälle mit folgen entstehen.

  3. Stefan Krieger Stefan Krieger schreibt am 23. Januar 2015 um 16:29:

    Hallo Herr Bauer, hallo Herr Oks,
    vielen Dank für Ihr Lob! Es freut uns zu hören, dass Sie Interesse an unserem Blog-Beitrag zur gesetzlichen und privaten Unfallversicherung zeigen.
    Wie von Ihnen bereits angesprochen, kann jetzt zur Winterzeit viel passieren.
    Deshalb ist es sinnvoll, im Voraus eine private Absicherung getroffen zu haben!
    Viele Grüße von Stefan Krieger aus dem Social Media-Team.

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