Frühling: Zeit des Bärlauchs und der Zecken

Wer momentan im Wald unterwegs ist, sollte auf Zecken achten – diese lauern überall. Mich haben sie beim Bärlauchpflücken erwischt.

Zecken im Bärlauch

In diesem Waldstück sammelt unser Blogger Andreas jedes Jahr Bärlauch

Viele mögen ihn nicht, einige kennen ihn nicht, aber ich bin ein absoluter Fan des leckeren und auch gesunden Bärlauchs. Letztes Wochenende war es wieder so weit: Meine Freundin und ich sind losgezogen, um die Grundzutat für unsere selbstgemachte Kräuterbutter, Pesto und Suppe im Wald zu sammeln. Der genaue Ort bleibt natürlich unser Geheimnis, aber ein kleiner Tipp: In der Regel findet man Bärlauch im Frühjahr in eher feuchten Waldgebieten, meist in der Nähe eines Baches oder Ähnlichem. Wem Selbstpflücken zu anstrengend ist, der kann sich natürlich auch im Supermarkt damit eindecken. (Da ist er aber nicht ganz billig)

Wo Bärlauch wächst, gefällt es auch Zecken gut

Nachdem wir vier Tüten voll hatten, ging es ab nach Hause. Zugegeben, die Fahrt ist kein Vergnügen. Denn Bärlauch ist mit Knoblauch verwandt und das riecht man auch noch Tage danach im Auto. Daheim geht die Arbeit dann erst richtig los. Wichtig ist, die grünen Blätter gründlich zu reinigen – am besten mehrere Male – und diese anschließend wieder trocken zu tupfen. Nach dem Verarbeiten des Bärlauch zu Butter, Pesto und Suppe ist erst einmal ein ordentliches Lüften angesagt. Danach geht es direkt in den gemütlichen Teil über. Der Grill wird angeschmissen und ich streiche gleich mal ordentlich von der frischen Butter auf Baguette und Steaks. Eigentlich ein perfekter Samstag. 

Meine persönlichen Bärlauch-Rezepte
Butter: 
Bärlauch in feine Streifen schneiden. Diesen dann mit Salz oder Kräuterbuttergewürz in Butter einkneten.

Pesto: 500g Bärlauch / 75g Pinienkerne / 100g Parmesan / Olivenöl
Die Pinienkerne werden in einer Pfanne ohne Fett angeröstet und zusammen mit dem Bärlauch und dem Parmesan kleingehäckselt. Danach gebe ich es in kleine verschließbare Gläser und fülle sie mit viel Olivenöl auf.

Suppe: Zwiebelwürfel glasig andünsten und grobgeschnittenen Bärlauch dazu geben. Das fülle ich dann mit einer Gemüsebrühe und Weißwein auf und koche fünf kleine rohe Kartoffeln mit. Danach alles mit einem Stabmixer pürieren, einen Becher Sahne dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Doch dann kam der Schock. Es hat sich doch tatsächlich eine Zecke in mein Handgelenk verbissen. Ich wurde sofort leicht panisch. Meine Freundin versuchte mich noch zu beruhigen, aber auch sie konnte den kleinen Biestern nicht entkommen. Wir haben natürlich sofort die Pinzette ausgepackt und die Zecken entfernt. Das Schlimme daran ist aber, dass ich in einem FSME-Risikogebiet lebe und nicht dagegen geimpft bin. Also bleibt mir seitdem nichts anderes übrig, als die Biss-Stelle zu beobachten und bei Verdacht auf Schlimmeres zum Arzt zu gehen.

Bärlauch im Wald

In der Unfallversicherung sind Infektionen durch Zeckenbisse mitversichert

Da ich einer der Menschen bin, die mit einem beruhigten „Mir passiert schon nichts“-Gefühl durchs Leben gehen, habe ich keine Unfallversicherung abgeschlossen – bis jetzt! Denn mit einer Unfallabsicherung hätte ich den Zeckenbiss sofort melden können. Wenn ich dann eine dauerhafte Einschränkung durch eine Infektion, durch den Biss auslöst, bekomme, würde ich mit einer Unfallversicherung zumindest eine finanzielle Entschädigung erhalten. Aber da bin ich nun ja leider zu spät dran!

Sind Sie gegen FSME geimpft oder auch noch ein wehrloses Opfer dieser schrecklichen Kreaturen?

Was sagen Sie zu diesem Thema?

Kommentar verfassen:

Hiermit erkläre ich mich mit der Netiquette einverstanden

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.

Alle Felder mit einem * sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

*

Weitere Inhalte werden geladen...