Fasten Sie schon oder verzichten Sie noch?

Unsere Bloggerin Regina Urich hat sich zum Thema Fasten mit der Ernährungsberaterin Birgit Leuchtmann-Wagner unterhalten und einige Tipps bekommen.

Tipps zum FastenAm wichtigsten sind für Fastende gesundheitliche Gründe – 53 Prozent nennen dieses Motiv. Sich selbst oder anderen beweisen, dass sie noch von einer bestimmten Gewohnheit lassen können, wollen 47 Prozent. Je 27 Prozent fasten aus Tradition oder aus religiösen Gründen. Eine konsumkritische Haltung nennen dahingegen 20 Prozent als Motivation. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Ich habe mich mit Birgit Leuchtmann-Wagner, Diätassistentin, Ernährungsberaterin und Mitglied im Verband der Diätassistenten e.V. zum Thema Fasten unterhalten:

Ernährungsberaterin Birgit Leuchtmann-Wagner

Birgit Leuchtmann-Wagner (Quelle: privat)

Was kann man beim Fasten alles falsch machen?
Ungünstig ist es, wenn man mal schnell nebenbei, also von heute auf morgen, nichts essen möchte. Das Wichtigste beim Fasten ist die Einstimmung auf die neue Situation des Nichtessens. Körper und Geist müssen vorbereitet sein, sonst kann es zu erheblichen Kreislaufbeschwerden, Magenschmerzen und weiteren Beschwerden kommen. Das Fasten ist dann im Grunde eine Belastung statt eine Entlastung. Deshalb ist es wichtig, sich konsequent an einen eigenen Ernährungsplan zu halten.

Ist Fasten gesund?
Diese Frage ist kaum zu beantworten. Es gibt kein Nein und kein Ja. Wissenschaftlich-medizinische Erkenntnisse liegen dazu nicht vor. Ich würde immer nach dem persönlichen Wohlbefinden gehen. Wer eigene Erfahrungen machen möchte oder einfach nur neugierig ist, sollte es ausprobieren, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Ausprobieren bedeutet aber, sich innerhalb eines abgesteckten Rahmens zu bewegen und nicht einmal in der Woche zwischendurch ein oder zwei Tage gar nichts zu essen.

Ist es förderlich, Fasten mit einer Raucherentwöhnung zu verbinden?
Fasten ist ein Einschnitt in die bisherigen Lebensgewohnheiten – also ein Cut. Wer fastet, darf nicht rauchen, keinen Alkohol trinken und auf Kaffee und schwarzen Tee muss man auch verzichten. Das bedeutet: Laster und Genussmittel sind nicht erlaubt! Einige Raucher schaffen es durchaus, beides zu verbinden – so wie andere das Fasten nutzen, um weniger Alkohol zu trinken oder ihren Kaffeekonsum zu reduzieren.

Tipps zum Heilfasten

  • Suchen Sie sich zum Heilfasten eine Woche aus, in der wenig berufliche und private Belastungen und Termine sind oder nehmen Sie sich eine Auszeit.
  • Planen Sie zur Vorbereitung auf das Fasten ein bis zwei Entlastungstage, wie Obst ,- Gemüse oder Reistage, ein.
  • Starten Sie mit einer Darmentleerung – einem Abführtag.
  • Danach sollten fünf Fastentage folgen.
  • Trinken Sie täglich zwei bis vier Liter Früchte- oder Kräutertee beziehungsweise Wasser
  • Nehmen Sie morgens, mittags und abends frisch gepresste Frucht- oder Gemüsesäfte oder klare Gemüsebrühe ohne Einlagen und Salz zu sich.
  • Bei Bedarf können Sie Ihre Fastennahrung mit ein wenig Honig oder Traubenzucker anreichern.
  • Anschließend sollten zwei Aufbautage mit Äpfeln, fettarme Suppen, Joghurt, Reis, Nudeln, Gemüse und Brot folgen.

Tipp: Wer nicht Heilfasten möchte, kann die Fastenzeit nutzen, um sich von lästigen Gewohnheiten zu verabschieden. Also weniger Naschereien, mehr Obst, weniger Fleisch.

Starten Sie heute auch mit dem Fasten oder haben Sie schon einmal Heilfasten ausprobiert und wollen Ihre Erfahrungen mit uns teilen? Dann schreiben Sie uns doch einen Kommentar!

Was sagen Sie zu diesem Thema?

2 Kommentare

  1. Petra schreibt am 5. März 2014 um 17:13:

    Danke für den Beitrag. Heute früh habe ich mich gefragt, ob ich 40 Tage lang auf etwas wie Süßigkeiten verzichten möchte? Aber ich glaube, das ich es nicht tun werde. Fasten käme für mich gar nicht in Frage. Ich bin kein ganz oder nicht Typ. Ich reduziere lieber und mache mir auch auf diese Weise bewusst, dass ich mehr an mein Wohlbefinden denken muss und weniger an die lange To-Do-Liste, die ich jeden Tag aufstelle.

  2. Regina Urich Regina Urich schreibt am 5. März 2014 um 18:34:

    Sehr gerne geschehen. Ganz auf etwas zu verzichten finde ich auch schwierig! Es ist sicherlich eine gesunde Einstellung ab und zu ein bisschen zu reduzieren und Dinge zu tun, die das Wohlbefinden und die Entspannung fördern.

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