Entspannung pur – in kleinen Dosen

Entspannung pur - in kleinen Dosen

60 Prozent der Deutschen fühlen sich gelegentlich im Beruf gestresst, 36 Prozent sogar häufig bis sehr häufig. Wer nach Feierabend die Bürotür hinter sich schließt, hat noch lange nicht mit dem Arbeitstag abgeschlossen:

Vielleicht geht es Ihnen genauso wie vielen, die auch beim Abendessen, vor dem Fernseher oder selbst im Bett noch Probleme wälzen, sich ärgern und plagen. Tatsächlich trägt jeder Zweite den Stress aus der Arbeit ins Privatleben hinein. Dort angekommen, potenziert sich der Stress: Die Kinder wollen versorgt werden – oder auch nur der Hund. Den Stromanbieter wollten Sie schon vorletzten Monat wechseln – manch eine Rechnung bezahlen auch. Das Geschirr stapelt sich – und erst der Müll …

Wohl dem, der da noch seinen Jahresurlaub vor sich hat!

Aber auch für alle anderen gibt es Hoffnung: Entspannen und unsere Energiereserven auftanken können wir genauso in kleineren Portionen, am Morgen und Abend oder am Wochenende.

Doch wie verbringt man diese kleinen Auszeiten am besten? Wie wird man den Stress in so kurzer Zeit los und kommt auf andere Gedanken – oder eben auf gar keine und lässt stattdessen, wie Tucholsky es nannte, „die Seele baumeln“? Das haben wir per Online-Befragung rund 2.000 Deutsche gefragt:

So bauen die meisten Deutschen Stress ab

  1. Sich ablenken durch Fernsehen, Kino, Freunde, Musik oder Ausflüge (63 %)
  2. Das Familienleben genießen (61 %)
  3. Hobbys nachgehen (52 %)
  4. Die Natur genießen, Gartenarbeit machen oder spazieren gehen (48 %)
  5. Sport treiben (45 %)
  6. Gesund leben, sich ausgewogenen ernähren und ausreichend schlafen (22 %)
  7. Wellness-Angebote nutzen und sich selbst verwöhnen (17 %)
  8. Entspannungsübungen machen, etwa Yoga, Autogenes Training oder Meditation (13 %)
  9. Alkohol, Zigaretten oder Drogen konsumieren (13 %)
  10. Psychologische Beratung bzw. Psychotherapie nutzen (7 %)

Ob sich durch Alkohol und Drogen Stress abbauen, oder langfristig nicht eher aufbauen lässt, überlasse ich Ihrem Urteil. Apropos Urteil: Auch unsere Facebook-Fans haben wir nach Tipps und Tricks zum Entspannen gefragt und über 100 tolle Antworten erhalten:

Facebook-Fans geben Tipps für mehr Entspannung im Alltag

Die gefühlte Mehrheit rät zu einem guten Buch in jeder Lebenslage. Spazierengehen –  im Grünen oder in der Einkaufspassage, wahlweise in Begleitung von Mensch oder Tier – wird uns ebenfalls empfohlen. Auch das Schaumbad in der heimischen Wanne ist mehrmals genannt. Entspannungsübungen stehen außerdem hoch im Kurs, darunter Yoga, Qigong und Tai Chi.

Der ein oder andere unserer Fans entspannt auf anstrengendere Art: Verena gießt, buddelt und zupft Unkraut im Garten. Carmen bekommt ihren Kopf am besten beim Tanzen frei. Steffi besucht Rockkonzerte. Gabi setzt sich aufs Rad und dreht abendlich eine Runde. Sandra findet, Galoppieren auf dem Pferderücken mache die Seele frei, und Frank kommt beim Klettern in der schwäbischen Alb zur Ruhe.

Wiederum andere greifen zu Stift oder Pinsel, um auf andere Gedanken zu kommen: Tanja findet beim Malen Entspannung. Eli erschafft sich ihre eigenen Welten, indem sie Gedichte und Kurzgeschichten schreibt. Etwas Poetisches hat schließlich Ursel’s Ratschlag: „Pferden auf der Weide beim Grasen zuschauen … oder Katzen beim Putzen :)“ – das werde ich sicher mal ausprobieren! Lieben Dank an alle unsere Tippgeber und viele entspannte Stunden!

Arbeitspsychologe rät zum Faulsein

Ein Dankeschön geht auch an den Professor für Arbeitspsychologie Tim Hagemann. Er hat uns in dem folgenden Video und in unserem Themenschwerpunkt Work-Life-Balance Tipps gegeben, wie der Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben gelingen kann. Sein für mich schönster Rat: Öfter mal nichts tun, denn Faulenzen ist eine aktive Form der Erholung! In diesem Sinne: Entspannen Sie schön und ausgiebig und ohne schlechtes Gewissen!

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