BraveheartBattle: „Schmerz vergeht – Stolz bleibt!“

Ich bin durch Schlamm gerobbt und durch eiskalte Flüsse geschwommen: Eine Qual für den Körper – aber eine, die Spaß macht. 🙂

BraveheartBattle

Trotz Schmerzen und Krämpfen macht der BraveheartBattle in Münnerstadt auch Spaß.

Über 28 Kilometer und 50 Hindernisse geht es durch Matsch, Kies, eiskalte Wasserlöcher, tiefe Schlammgruben, über meterhohe Heuballen und Reifenstapel. Der BraveheartBattle in Münnerstadt, der härteste Hindernislauf in Deutschland, fand dieses Jahr zum fünften Mal statt. Gemeinsam mit 3.000 anderen Verrückten bin auch ich dieses Jahr an den Start gegangen.

Krämpfe im Wasser

Das schlimmste Hindernis ist für mich die Durchquerung des eiskalten Flusses. Schon von Weitem hört man gequälte Schreie von den Teilnehmern, die bereits vor mir im Wasser sind. Anfangs tut die Abkühlung vor allem für die müden Beine richtig gut, aber nach circa zehn Metern fangen meine Waden an zu krampfen. Zuerst versuche ich, eine kurze Pause im Wasser einzulegen – durchatmen! Aber das macht es noch schlimmer. Also schwimme ich panisch weiter und versuche meine Beine ständig in Bewegung zu halten. Ich weiß nicht warum, aber das hilft erst einmal. Jetzt muss ich nur noch schnell unter den beiden Booten durchtauchen und mich irgendwie ans Ufer retten. Beim Blick zurück denke ich mir: Es muss lustig aussehen, wie sich hier alle quälen, schreien und panisch durch den Fluss planschen.

Durch die Erfahrungen der letzten Jahre beim BraveheartBattle stehen schon vor dem Start circa 20 Rettungswagen und sogar ein Hubschrauber bereit, um die Schwerverletzten sofort ins nächstgelegene Krankenhaus bringen zu können. Wie gefährlich dieser Hindernislauf ist, habe ich an einem der vielen zu überwindenden Gruben zu spüren bekommen. Direkt neben mir hat eine Frau die Kontrolle verloren, konnte nicht mehr abbremsen und ist mit ihrem Bein auf dem harten Boden umgeknickt. Die Schreie und das Knacken der Knochen haben mich noch kilometerlang im Kopf verfolgt. Ohne eine Unfallversicherung sollte man bei so einem Rennen also nicht starten – dafür kann zu viel passieren.

BraveheartBattle in MünnerstadtWarum tue ich mir das eigentlich an?

„Schmerz vergeht – Stolz bleibt!“ steht immer wieder auf Plakaten, die mir die Zuschauer entgegen strecken. Und sie haben recht. Natürlich denke ich während der 28 Kilometer immer wieder ans Aufgeben. „Warum tue ich mir das eigentlich an?“, frage ich mich innerlich. Und mein Körper sehnt sich so sehr nach dem Ende des Laufes – nach der Ziellinie. Jeder Muskel brennt und ich habe Schmerzen an Stellen meines Körpers, von denen ich gar nicht wusste, dass es die gibt. Aber dieser Kraftakt lohnt sich! Es ist ein tolles Gefühl, seinen inneren Schweinehund auf diese Weise zu überwinden und am Ende mit stolzgeschwellter Brust die Medaille umgehängt zu bekommen.

Ich bin am Ende übrigens mit der Zielzeit von 3:27:28 Stunden auf Platz 307 gelandet. Allerdings steht bei einem solchen Hindernislauf vor allem der Spaß, die Qual des eigenen Körpers und das Miteinander im Vordergrund. Jeder hilft jedem – das ist einfach beeindruckend beim BraveheartBattle.

Für das nächste Jahr werde ich versuchen, hier bei ERGO Direkt ein eigenes Team an den Start des BraveheartBattles zu bringen. Denn es gibt unter anderem die Sonderwertung „financial Bravehearts“, die unter allen Teilnehmern aus Versicherern und Pools ausgetragen wird.

Haben Sie auch schon einmal an einem Extrem-Hindernislauf teilgenommen? Erzählen Sie mir gerne von Ihren Erfahrungen!

Was sagen Sie zu diesem Thema?

3 Kommentare

  1. Andreas schreibt am 24. April 2014 um 8:25:

    Chapeau zu der Leistung! Die Idee mit der Corporate-Gruppe im nächsten Jahr finde ich super. Dann können wir den Mitbewerbern endlich mal zeigen, dass wir nicht nur kundenfreundlicher sind als sie und die besseren Lösungen anbieten, sondern das wir auch zäher, schneller und einfallsreicher sind als die Konkurrenz.

  2. Marc schreibt am 14. Mai 2014 um 17:36:

    Geiler und interessanter Beitrag! Deine Leistung verdient größte Anerkennung!

    Die Idee mit der Gruppe finde ich klasse. Ich bin dabei.

  3. Pingback: Braveheart Battle 2016: noch härter und kälter - ERGO Direkt Blog

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