B2RUN – vier unterschiedliche Lauftypen

Anlässlich des B2RUNs habe ich vier verschiedene Lauftypen entdeckt und meine persönlichen Tipps für einen Wettkampf zusammengestellt.

B2RUN in NürnbergAm 22. Juli lockt der B2RUN wieder tausende Menschen zur Deutschen Firmenlaufmeisterschaft in Nürnberg. Im letzten Jahr starteten rund um den Dutzendteich fast 16.500 Läufer. Auch 2014 werden wieder viele Teilnehmer dabei sein, die mit vollkommen unterschiedlichen Ambitionen laufen. Von den 200 angemeldeten ERGO Direkt Läufern bekomme ich immer wieder ganz unterschiedliche Trainingsgeschichten zu hören.

Jeder geht die 6,3 Kilometer anders an. Und genau diese breite Mischung von völlig verschiedenen Läufern macht das Besondere an der Veranstaltung aus. Ich habe deshalb versucht, die Erzählungen meiner Kollegen etwas zu sortieren und in vier unterschiedliche Lauftypen einzuordnen.

Meine persönlichen vier Lauftypen beim B2RUN

Typ 1: Der fitte Laufschuh
Für Leute, die regelmäßig an Laufveranstaltungen teilnehmen und vielleicht sogar jährlich einen Marathon durchrennen, ist der B2RUN keine große Herausforderung. Durchkommen alleine zählt für den fitten Laufschuh also nicht. Um keine abwertenden Blicke von den Läufer-Kollegen zu bekommen, muss schon eine Zeit unter 30 Minuten her.

Eine besondere Vorbereitung für den B2RUN ist bei diesem Typ eher Fehlanzeige. Er hat so gute Kondition und Lauferfahrung, dass die ganze Veranstaltung eher als professionelle Trainingseinheit angegangen wird.

Typ 2: Der Freizeit-Hopper
Wer mehrmals im Monat laufen geht, sieht den B2RUN als willkommenen Härtetest. Die Strecke sollte insgesamt kein großes Problem darstellen, aber die Zeit ist eher zweitrangig. Es geht um den Lauf und die Atmosphäre insgesamt.

In den letzten Wochen vor dem Firmenlauf zieht der Freizeit-Hopper das Trainingsprogramm noch einmal etwas an, um die 6,3 Kilometer sicher und gut zu überstehen.

B2RUN Utensilien

Meine wichtigsten Utensilien für einen Wettkampf: Duschgel, Laufuhr, Zeitchip, Schwamm und ein Armband für mein Smartphone, um Musik zu hören.

Typ 3: Der B2RUN-Fanatiker
Bei ERGO Direkt gibt es auch Teilnehmer, die sich ganz speziell für diese eine Veranstaltung im Jahr vorbereiten. Der B2RUN ist das große Ziel, auf das manche seit Monaten hinarbeiten. Es ist die perfekte Gelegenheit, sich selbst zu motivieren und seinen inneren Schweinehund endlich zu überwinden. Schon Tage im Voraus malt sich dieser Lauftyp aus, wie er stolz in dem Fußballstadion des 1. FC Nürnbergs einläuft, die Arme in die Luft streckt und sich zu recht feiern lassen darf.

Der Trainingsplan ist in den letzten Wochen ganz genau auf den B2RUN zugeschnitten worden. Die Aufregung steigt schon Tage vorher und die Anspannung unmittelbar vor dem Startschuss wird groß sein. Aber der B2RUN-Fanatiker wird im Zielbereich wohl der zufriedenste aller vier Typen sein. Denn er hat ganz konkret auf diese Veranstaltung hingearbeitet und wird stolz auf die überstandenen 6,3 Kilometer zurück blicken.

Typ 4: Der leichtsinnige Läufer
Es gibt tatsächlich auch immer wieder Teilnehmer, die das ganze Jahr über keinen Sport machen, sich aber das Event und die Stimmung rund um den B2RUN nicht entgehen lassen wollen. „Training brauche ich nicht“, habe ich gestern in der Kantine vom Nebentisch gehört.

Die Vorbereitung konzentriert sich bei diesem Typ eher darauf, das viel zu klein gewordene Laufshirt aus dem letzten Jahr frühzeitig auszudehnen, damit es beim B2RUN nicht zu sehr spannt. Das Erschreckende ist, diese Typen kommen trotzdem durch.

Zur Einstimmung auf den B2RUN am 22. Juli, gibt es hier einen Zeitraffer aus dem Stadion von 2013:

Meine Tipps für die letzten Tage vor einer Laufveranstaltung

  • Kohlenhydrate futtern. Bei mir gibt es fast nur noch Nudeln. Sogar morgens zum Frühstück. 🙂 Tipps zur Ernährung gibt es auch auf der Webseite vom B2RUN.
  • Aber mindestens eine Stunde vor dem Start esse ich gar nichts mehr, damit mir beim Lauf nichts schwer im Magen liegt.
  • Möglichst viel trinken, um den Flüssigkeitshaushalt gut zu füllen.
  • Am Tag vor dem Lauf und auch kurz vor dem Start gibt es noch eine Magnesium-Tablette, um Krämpfen vorzubeugen.
  • Die Laufschuhe wasche ich auch gerne noch einmal, damit sie zum Wettkampf schön glänzen. 🙂
  • Das Training selbst fahre ich in den letzten Tagen eher zurück. Was man in der Woche vor der Veranstaltung noch nicht trainiert hat, kann man so kurz davor auch nicht mehr aufholen.
  • Wichtiger ist es für mich, genügend Schlaf und Erholung zu haben.
  • Nicht nur bei Veranstaltungen sondern insbesondere auch beim Training schützt eine Unfallversicherung vor den finanziellen Folgen eines Unfalls. Übrigens – Versicherungsschutz besteht weltweit rund um die Uhr.
  • Das Tolle und Antreibende an einem Wettkampf sind die vielen Zuschauer, die einen anfeuern. Deshalb ist es für mich auch immer wichtig, seine eigenen Fans an der Strecke zu platzieren. 🙂
  • Bei längeren Läufen empfehle ich auch dringend, die Brustwarzen abzukleben. Da habe ich schon schlimme Wunden und blutige T-Shirts gesehen.
  • Für den Lauf selbst nehme ich mir immer einen kleinen Schwamm mit – für eine erfrischende Abkühlung auf der Strecke.
  • Meine Laufuhr ist gerade für Wettkämpfe ein wichtiges Utensil für mich geworden. Denn so kann ich meine aktuellen Kilometerzeiten verfolgen und mich zusätzlich motivieren, den nächsten Kilometer noch ein paar Sekunden schneller zu laufen.
  • Frühzeitig auf Toilette gehen, weil es vor dem Start immer lange Schlangen gibt.
  • Ich mag es eigentlich ganz gerne, frühzeitig im Startbereich zu sein. In erster Linie, um Stress vor dem Lauf zu vermeiden, aber auch, weil ich die Atmosphäre vor Ort gerne noch aufsauge.
  • Die Wartezeit bis zum Start vertreibe ich mir auch noch mit einer letzten stärkenden Banane.
  • Einen Fehler, den ich anfangs oft gemacht habe: zu schnell starten. Ich brauche immer ein bis zwei Kilometer, bis ich warm laufe. Deshalb gehe ich einen Wettkampf lieber erst einmal mit angezogener Handbremse an, um kein Seitenstechen zu bekommen.
  • Zum Schluss: Trotz Anstrengung und egal mit welchem persönlichen Ziel man in den Lauf geht; genießen sollte trotzdem immer dazu gehören – auch auf der Strecke schon!

Was sind Ihre Tipps für die letzten Stunden vor dem Start einer Laufveranstaltung? Welcher Lauftyp sind Sie?

Was sagen Sie zu diesem Thema?

4 Kommentare

  1. Marie schreibt am 17. Juli 2014 um 9:45:

    Super Tipps! Danke Konrad!
    Aber warum werden die Brustwarzen blutig, dass habe ich noch nie gehört?
    Mein Tipp ist, sich einen Laufpartner zu suchen, der etwas schneller ist, als man selbst.
    So hat man mehr Ehrgeiz mit seinem Laufpartner Schritt zu halten.
    Ich wünsche allen Teilnehmern einen guten Lauf!

    • Konrad Welzel Konrad Welzel schreibt am 17. Juli 2014 um 10:32:

      Das mit den Brustwarzen kann wirklich schmerzhaft sein, weil die durch die Reibung des Shirts richtig wund werden können. Vor allem bei langen Strecken muss man da aufpassen. Ich habe schon Läufer gesehen, die mit blutigen Shirts ins Ziel gekommen sind.

      Ein Laufpartner ist eine gute Idee – vor allem für das Training.

  2. Sonja Schlusche Sonja schreibt am 17. Juli 2014 um 16:31:

    Wie viele Kilometer sollte ich in den Trainingseinheiten zurücklegen, wenn ich einen Sechskilometerlauf vor mir habe: mehr, weniger oder genau eben die sechs Kilometer?
    Danke für die Antwort!

    • Konrad Welzel Konrad Welzel schreibt am 18. Juli 2014 um 7:22:

      Das kommt wirklich ganz darauf an, wie sehr man im Training steckt – bzw. welcher der oben genannten Lauftypen man ist. 🙂
      Beim Marathon würde ich nicht empfehlen, die gesamten 42 Kilometer auch schon im Training vorher zu laufen. Für den B2RUN würde ich für die verschiedenen Lauftypen unterscheiden:

      Für den fitten Laufschuh und den Freizeit-Hopper ist der B2RUN sicherlich keine ungewöhnlich lange Strecke, die beiden Typen werden das auch schon im Training mal laufen.

      Der B2RUN-Fanatiker wird vielleicht ein paar Mal an die 6 Kilometer im Training heran laufen. Die ganze Strecke von 6,3 Kilometern sollte er sich aber als Highlight für den Wettkampf aufheben.

      Tja, und der leichtsinnige Läufer, der trainiert ja sowieso nicht. 🙂

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