Augen lasern – das sind meine Erfahrungen

Augen lasern

14 Jahre lang trug Lena R. eine Brille. Dann entschied sie sich dafür, im Lasik-Verfahren ihre Augen lasern zu lassen – trotz mulmigem Gefühl. Heute ist sie froh, dass sie sich getraut hat. Ich habe bei ihr nachgefragt, wie so eine OP abläuft und worauf man dabei achten sollte.

Wie gut können Sie heute sehen?

Bis letztes Jahr war ich kurzsichtig und hatte -3,5 Dioptrin auf beiden Augen. Jetzt, drei Monate nach der Operation, habe ich eine Sehstärke von 125 Prozent – ich komme mir vor, als hätte ich den Adlerblick.

Um die Sehschärfe zu verbessern, wird bei der populären Lasik-Operation die Hornhaut mit einem Laser abgeschliffen. Das klingt nicht gerade angenehm. Hatten Sie vor der OP Bedenken oder haben Sie sich, quasi ohne mit der Wimper zu zucken, dafür entschieden?

Zwei Jahre lang habe ich mit dem Gedanken gespielt, meine Augen lasern zu lassen. Denn die Brille hat mich beim Sport gestört und ein Brillengesicht habe ich auch nicht. Aber meine Bedenken waren so groß, dass ich mich nicht dazu durchringen konnte. Die Entscheidung fiel, nachdem sich mein Freund im Dezember 2015 der Operation unterzogen hatte. Ich habe ihn zu allen Behandlungsterminen begleitet und gesehen, wie harmlos das Vorgehen ist. Schon nach 15 Minuten kam mein Freund aus dem OP-Zimmer, war schmerzfrei und konnte klar sehen. Da stand für mich fest: Das mache ich auch.

Wie ging es nach dieser Entscheidung weiter?

Nachdem mein Freund mit seiner Augenklinik zufrieden war, habe ich dort einen Termin zur Voruntersuchung vereinbart. Vor Ort habe ich mehrere Augentests machen müssen. Unter anderem wurden Augendruck und Hornhautdicke gemessen. Danach lernte ich den behandelnden Arzt kennen. Er erklärte mir den Ablauf der Behandlung, informierte mich über die Risiken und beantwortete meine Fragen. Anschließend vereinbarte ich einen Operationstermin.

Wie lief der Operations-Tag ab?

Mein Freund begleitete mich zu dem Termin. Erstens, weil ich anschließend nicht selbst Autofahren durfte und zweitens, weil ich total aufgeregt war. Das änderte sich aber, sobald die OP-Vorbereitung losging. Zehn Minuten später legte ich mich auf eine Liege im Operationsraum, meine Augenlider wurden mit Klammern fixiert und man schob mich unter einen ersten Laser. Er perforierte einen Ausschnitt der Hornhaut, den der Arzt anschließend hochklappte.

Dann wurde ich unter einen zweiten Laser geschoben, das Auge wurde gespült und die Hornhaut wieder heruntergeklappt. Erst beim einen, dann beim anderen Auge. Zum Schluss untersuchte der Arzt nochmals beide Augen, dann konnte ich gehen. Als ich ins Wartezimmer zurückkehrte, sah ich meinen Freund schon aus der Distanz ohne Probleme.

Waren die Behandlung und die Zeit danach schmerzhaft?

Nein, beim Lasern habe ich nichts gespürt. Es drückt nur leicht, wenn das Laser-Gerät auf den Augen aufsetzt. Auch später hatte ich keine Schmerzen. Die ersten Stunden nach der Behandlung konnte ich meine Augen allerdings kaum offen halten, alles war so grell und es fühlte sich an, als hätte ich Sand in den Augen. In den ersten drei Tagen ist das Sehen generell sehr anstrengend und man schließt automatisch alle paar Minuten die Lider. Das geht aber schnell vorbei.

Worauf sollte man achten, wenn man sich für eine Augen-OP entscheidet?

Man sollte sich gut überlegen, wo man die Behandlung durchführen lässt und vorher mehrere Anbieter testen. Mir war wichtig, dass die Praxis sauber ist, mit der neuesten Technik ausgestattet ist und mir Arzt und Personal sympathisch sind. Bei der Vorbesprechung sollte der Arzt auf alle Fragen eingehen und die Risiken verständlich erklären können. Nach der OP sollte er für den Notfall rund um die Uhr erreichbar sein und mehrere Kontrolltermine durchführen.

Mir persönlich hat es gut getan, dass ich im Anschluss an die OP eine Woche Urlaub hatte. Man sieht am nächsten Tag zwar schon so gut, dass man arbeiten könnte. Aber PC-Arbeit ist anfangs doch noch sehr anstrengend für die Augen.

Noch ein Tipp: Wer Heuschnupfen hat wie ich, sollte sich am besten nicht im Frühling oder Frühsommer die Augen lasern lassen.

Ansonsten verlief meine Behandlung problemlos. Ich würde es jederzeit wieder machen und auch jedem empfehlen.

Wie viel kostete es Sie, die Augen lasern zu lassen?

Ich habe für beide Augen 3.500 Euro bezahlt. Die Kosten variieren allerdings je nach Anbieter und nach dem Dioptrinwert des Patienten. Die Krankenkasse hat sich nicht an den Ausgaben beteiligt, da eine solche Behandlung als kosmetischer Eingriff gewertet wird.

Spar-Tipp: Der Augen-Vorsorge-Tarif von ERGO Direkt leistet ab dem dritten Versicherungsjahr einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro für eine Laser-Operation zur Sehschärfenkorrektur. Innerhalb der ersten zwei Versicherungsjahre bestehen Leistungs-Begrenzungen.

Lese-Tipp: Über das Augen Lasern und die damit verbundenen Risiken informiert das Kuratorium Gutes Sehen e.V. im Detail.

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