Mit Apps und Smartphone zum vernetzten Haus

Smarthome Messe StuttgartAm 14. September war ich zu Besuch bei der Smarthome Messe 2015 in Stuttgart und habe für Sie getestet, was es Neues im Bereich Haussicherheit und Komfort gibt.

Morgens um halb acht setze ich mich in mein Auto und mache mich auf den Weg nach Stuttgart. Mein Ziel ist die Smarthome Messe im Haus der Wirtschaft. In Stuttgart angekommen, stehe ich vor dem opulenten Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Ich gehe durch die Tür und lande dann in einer riesigen, leeren Eingangshalle. Nach einer kurzen Orientierungsphase mache ich mich auf den Weg in den zweiten Stock zur Ausstellung.

Eine breite, prachtvolle Treppe, über die noch vor 100 Jahren Könige in die oberen Geschosse gelangten, führt auch mich an mein Ziel. Oben angekommen, werfe ich einen schüchternen Blick in den Saal, in dem die Messe stattfindet. Eine Dame spricht mich an, ob ich auch für die Messe da sei. Ich antworte mit „Ja“ und betrete den Messeraum.

Ein Puppenhaus voll mit Technik

Die diesjährige Smarthome Messe wird von der SmartHome Initiative Deutschland e.V. organisiert und gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Plattformen für einen professionellen Erfahrungsaustausch zwischen Planung, Handwerk, Industrie, Forschung und Politik.

Nachdem ich mir einige Messestände angesehen habe, bleibe ich bei dem Stand von D-Link hängen. Hier ist ein kleines Holzhaus aufgebaut – fast wie ein kleines Puppenhaus. In den kleinen Räumen hängen verschiedene Smarthome-Geräte zur besseren Visualisierung. Die Geräte sind einfach über eine App auf dem Smartphone oder Tablet zu steuern und können selbst eingebaut werden. Smarthome-Neueinsteiger sollten erstmal mit einem kleinen Startpaket, zum Beispiel Außenkamera, Heizregler und Fenstersicherung, anfangen.

Mit dem Wassersensor kann die Waschmaschine auch ihren Dienst verrichten, wenn man nicht zuhause ist. Sollte Wasser auslaufen, erkennt der Sensor das schon frühzeitig und schickt eine Nachricht auf das Smartphone. Die Maschine kann man allerdings nicht per App ausschalten, dafür muss man vor Ort sein. Es gibt nicht nur Geräte, die größeren Schäden vorbeugen, sondern auch vor Einbruch schützen. Bewegungssensoren können sowohl im Haus als auch batteriebetrieben außen angebracht werden. Die Sensoren lassen bei Bewegung automatisch sämtliche Lichter angehen.

Sicherheit steht im Mittelpunkt bei der Smarthome Messe

Smarthome Tablet

Mit dem Tablet das Smarthome steuern

Als ich am nächsten Messestand vorbeigehe, blinken viele Lampen gelb auf, eine Sirene heult und eine blecherne Stimme ertönt: „Bei Familie Kampa in Bruchsal wurde eingebrochen. Die Polizei wurde informiert.“ Verschmitzt lächelnd kommt Frank Kampa von Pro-Living um seinen Stand. „Gleich bekomme ich auch noch die Benachrichtigung auf mein Handy“, sagt er als auch schon sein Telefon klingelt.

Laut Kampa ist für 95 Prozent der Kunden vor allem der Sicherheitsaspekt von Smarthomes wichtig. Dabei können sich Interessenten eine individuelle Lösung einbauen lassen. Bei einem Einbruch könnten dann wahlweise die Jalousien gleichzeitig hochfahren, alle Lichter im Haus angehen oder eine Stimmaufzeichnung versetzt den Dieb in Panik.

Für ein barrierefreies Zuhause

Nicht nur in Punkto Sicherheit gibt es Smarthome-Lösungen. Auch für Menschen mit Handicap und älteren Menschen bringt die Technik Vorteile. Einem Gehörlosen können Tonsignale wie Haustürklingel mit Lichtsignalen angezeigt werden. Menschen, die im Rollstuhl sitzen, erleichtern zum Beispiel elektrische Fensteröffner oder Jalousien das Leben.

Auf meine Frage, ob es in Zukunft immer mehr Smarthome-Nutzer geben wird, antwortet Kampa: „Ich bin mir sicher, dass Smarthome-Technik in ein paar Jahren Gang und Gebe sein wird. Vor 40 Jahren gehörte der Telefonanschluss schließlich auch noch nicht zum Ausstattungsstandard.“

Als ich die Smarthome Messe, das Haus der Wirtschaft und Stuttgart verlasse, überdenke ich nochmal meine gewonnenen Eindrücke. Ich komme zu dem Schluss, dass sich Smarthome-Technik für jeden lohnt. Wir haben bei uns Zuhause bereits angefangen uns das Leben mit Smarthome-Technik zu erleichtern. Wir können mit einem Tablet alle Lichter, den Fernseher und Computer zentral steuern.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Themenschwerpunkt „Die meisten Unfälle passieren zuhause“.

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