Smarthome: Ihr Haus über das Tablet steuern

Laut einer Online-Umfrage wird das Smarthome immer beliebter. Mit den technischen Weiterentwicklungen steigt natürlich auch das Interesse der Menschen. Dabei geht es nicht nur um eine altersgerechte und sichere Wohnqualität.

Smarthome

Auf dem Tablet kann das Smarthome zentral gesteuert werden.

Wie mag mein „Leben im Alter“ wohl aussehen? Wie komme ich im Alltag klar, wenn ich gesundheitlich nicht mehr ganz fit bin? Diese Fragen stellen sich sicherlich viele, wenn sie darüber nachdenken, ob sie im Alter noch in den eigenen vier Wänden leben können. Mittlerweile gibt es viele technische Hilfsmittel, die die eigene Wohnung zu einem sogenannten Smarthome machen und dadurch die Wohnqualität steigern. Das führt dazu, dass heute jeder zweite Online-Nutzer laut W3B Report Smart Home – Connected Home an dem Thema Smart Home interessiert ist.

Die Befragten teilen sich in 52 Prozent Mieter und 48 Prozent Eigenheimbesitzer auf. Diese beiden Gruppen gaben dabei allerdings unterschiedliche Gewichtung für ihre Motive an, warum sie ihre Wohnung technisch aufrüsten würden:

Mieter wollen ein Smarthome, um …

  • den Energieverbrauch zu reduzieren – 65,0 %
  • Geld zu sparen – 64,3 %
  • die Wohnung sicherer zu machen – 60,7 %
  • Dinge bequemer zu machen – 57,9 %

Eigenheimbesitzer wollen ein Smarthome, um …

  • die Wohnung sicherer zu machen – 73,9 %
  • den Energieverbrauch zu reduzieren – 58,3 %
  • Dinge bequemer zu machen – 56,6 %
  • Geld zu sparen – 56,3 %

 

Besuch in einem bewohnten Smarthome

Diese Zahlen haben mich neugierig gemacht: Was genau ist ein Smarthome? Was kann es? Und wer braucht es? Auf der Suche nach Antworten bin ich nach Bamberg gefahren, um mir dort das Musterhaus SOPHIA anzusehen. In diesem Smart Home lebt Anton Zahneisen seit zwei Jahren gemeinsam mit seiner Ehefrau. Beide sind für die SOPHIA living network GmbH tätig, die sich für ein selbstständiges Wohnen im Alter und bei Behinderung einsetzt. „Wir wohnen hier, um unsere eigenen Produkte unter realen Bedingungen testen und damit auch weiterentwickeln zu können“, erklärt Herr Zahneisen.

Ein Smarthome zeichnet sich in der Regel dadurch aus, dass zum Beispiel Heizung, Herd, Kühlschrank, Fernseher, Beleuchtung, Waschmaschine, Videokameras, Türen und Fenster miteinander vernetzt sind und sich zentral überprüfen sowie steuern lassen. Das Ziel ist dabei, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Sicherheit zu steigern und dabei noch eine effiziente Energienutzung zu haben. Im Smart Home in Bamberg wurde besonders auf das Wohnen der Zukunft für ältere Menschen Wert gelegt: barrierefrei, sicher, komfortabel und bequem soll es sein. Es gibt eine elektronisch verriegelbare Haustüre inklusive Video-Sprechanlage, ein Lichtsystem passt die Beleuchtung je nach Tageszeit und Bedürfnisse an, das Raumklima kann gesteuert und sogar die eigenen Gesundheitsdaten aufgezeichnet werden. All das wird zentral von einem Computer oder Tablet gesteuert, aufgezeichnet und ausgewertet.

Schnell und einfach zum Smarthome

Smarthome Übersicht

Schnell und einfach kann man einzelne Elemente in der Wohnung per Knopfdruck aus- und einschalten.

Wie praktisch die vielen Funktionen sind, wird mir bei meinem Besuch im Musterhaus auch klar, als Herr Zahneisen mir erklärt, dass die unterschiedlichen Module in der Regel nur aufgeklebt werden. Damit können die Elemente auf die individuellen Bedürfnisse angepasst und per Funk miteinander verknüpft werden. Deshalb ist es nicht nur für das Wohnen im Alter interessant, sondern auch schon in früheren Lebensjahren eine praktische Erleichterung im Alltag.

Das Besondere an der elektronischen Vernetzung verschiedener Elemente ist die automatische Benachrichtigungsfunktion. Dabei gibt es drei Alarmierungsstufen, die ganz individuell programmiert werden können:

  1. Ein akustisches Signal in der Wohnung
  2. Eine E-Mail mit einem Hinweis an Angehörige, Freunde oder Nachbarn
  3. Ein direkter Anruf bei der Notrufzentrale

Mir hat der Besuch im Smart Home in Bamberg gezeigt, dass es schon heute zahlreiche sinnvolle technische Hilfsmittel gibt, die meinen Alltag zu Hause erleichtern und sicherer gestalten können. Natürlich steht dabei in meinen noch jungen Jahren erst einmal der Gedanke Sicherheit und Energieverbrauch im Vordergrund. Aber mit der richtigen Ausstattung, brauche ich mir auch weniger Sorgen für ein Altwerden zu Hause zu machen. Und auch die Pflege von Angehörigen kann diese technische Ausstattung der Wohnung deutlich erleichtern.

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1 Kommentar

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