Produktiv arbeiten im Homeoffice – 10 Tipps

10 Tipps, wie Sie produktiv im Homeoffice arbeiten.Montags ist er nie da. Da hat der Kollege Homeoffice. Das Konzept Homeoffice hat viele Befürworter und mindestens genauso viele Kritiker. Hauptstreitpunkt: das produktive Arbeiten?! Deswegen gibt es heute 10 Tipps für produktives Arbeiten im Homeoffice.

 

Der Arbeitsplatz für produktives Arbeiten im Homeoffice

 

1. Wohlfühlambiente schaffen

Der große Vorteil beim Arbeiten von zu Hause: Die Gestaltung des Arbeitsbereichs liegt in Ihrer Hand. Eine tolle Wandfarbe, das Bild des Idols oder der Familie auf oder eine hübsche Pflanze neben dem Tisch schaffen ein angenehmeres Arbeitsklima. Aber Achtung: Auch, wenn der Wohlfühlfaktor wichtig ist, darf die Umgebung nicht von der Arbeit ablenken.

2. Ergonomie beachten

Achten Sie im Homeoffice unbedingt auf Ergonomie. Denn ein bequemer und funktionaler Schreibtischstuhl ist das A und O. Nach wie vor zählen Rückenschmerzen zu den häufigsten Krankheitsgründen bei Büroangestellten. Arm- und Beinwinkel 90° ist hier übrigens die Richtlinie. (Viele Unternehmen haben eigene Leitfäden für „gesundes Arbeiten“. Einfach nachfragen.)

3. Es werde Licht

Eine Mischung aus Tageslicht, indirektem und direktem Licht ist perfekt für den Arbeitsplatz. Ausreichend hell sollte es sein. Die Art der bevorzugten Beleuchtung ist Typsache.

4. Das richtige Klima

Wer kennt es nicht: Im Büro gibt es immer Frischluftfanatiker und welche, die permanent die Heizung laufen lassen. Zu Hause bestimmen Sie das Klima selbst. Ideal: 22-26° Celsius. Und eine Luftfeuchtigkeit von 35-65 Prozent. Immer wieder Stoßlüften ist wichtig. Denn ohne Sauerstoff geht es nicht.

5. Geeignete Hardware

Mit einem Laptop sind Sie sehr flexibel. Zum Beispiel können Sie dann für ein kreatives Brainstorming schnell im Sommer auf die Terrasse sitzen. (Am besten geeignet ist ein mattes Display.) Doch auf Dauer mit dem Laptop zu arbeiten, ist ergonomisch wenig sinnvoll. Investieren Sie in einen ausreichend großen Monitor, eine Maus und eine Tastatur. So arbeitet es sich schnell und angenehm – Stichwort Ergonomie.

 

Richtiges Verhalten für produktives Arbeiten im Homeoffice

 6. Trennung: Beruf – Privat

Erklären Sie Ihren Familienmitgliedern, dass Sie arbeiten. Sie sind zwar körperlich da, aber dennoch nicht anwesend. Stören nicht erlaubt! Am besten geht das, wenn der Raum abtrennbar und die Tür verschließbar ist.

7. Feste Strukturen

Fixieren Sie Ihre Arbeitszeiten, das gibt einen Rhythmus vor. Planen Sie den Tag durch. Tragen Sie sich zum Beispiel Ihre To-do-Liste als Termine im Kalender ein. Und der wichtigste Termin am Tag: Die Mittagspause! Oftmals wird versucht, die Pause zu verkürzen, um früher aufhören zu können. Doch wer sich keine Pause gönnt, ist unkonzentrierter. Deswegen sollten Sie für ausreichend Erholung sorgen. Mein Tipp: Ein gesunder Snack mit der Familie und dann um den Block laufen – neue Eindrücke sammeln.

8. Kleider machen Leute

Ein Schlabberlook ist zwar bequem, dennoch geht es auch im Homeoffice ums Business. Also raus aus dem Schlafanzug. Aber allzu förmlich muss es ja nicht sein. Wie wäre es mit einem Casual Friday-Outfit? Denn das richtige Outfit schafft auch Selbstbewusstsein – und das fordert die ein oder andere berufliche Situation.

9. Kollegialität

Homeoffice ist kein Exil. Die Kollegen im Büro sind via Chat oder Telefon zu erreichen. Setzen Sie auf Interaktion. Wenn Sie eine Frage haben, rufen Sie ruhig an. Dann findet sich schnell eine Lösung. So nehmen Sie zudem aktiv am Büroalltag teil.

10. Keine Prokrastination

Schieben Sie Unangenehmes nicht auf. Im Gegenteil: Nutzen Sie das Wohlfühlambiente im heimischen Umfeld, um Motivation zu schöpfen. Und, wenn einmal etwas nicht läuft wie gewollt, haben Sie die Freiheit herzhaft zu fluchen und zu schimpfen.

Probieren Sie diese Tipps aus und berichten Sie von Ihren Erfahrungen. Welche Ideen haben Sie noch für alle „Kollegen“ im Homeoffice? Welche Praktiken haben sich bei Ihnen bewährt? Teilen Sie Ihre Meinung.

 
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2 Kommentare

  1. Conte schreibt am 2. März 2018 um 10:54:

    Danke für diesen Artikel, Frau Kremer, zeigt er doch die immer noch bestehenden, fest verwurzelten Vorurteile gegen Homeoffice in Kürze auf. Das Problem liegt jedoch nicht bei den Heimarbeitenden, sondern in der Wahrnehmung der anderen, speziell der Führungskräfte. Obwohl ich in einem mobilen und digitalen Umfeld arbeite, stoße ich seit den vielen Jahren, in denen ich im Homeoffice arbeite, tagtäglich auf verkrustete Denkweisen. In Deutschland gilt immer noch Anwesenheit = Leistung. Wer zuhause arbeitet, lümmelt im Schlafanzug mit dem Laptop auf dem Sessel am Esstisch, während die Familie um ihn herumwuselt, so das Bild der von Neid zerfressenen Kollegen, die nicht im Homeoffice zu arbeiten wagen, weil es den Karriereaussichten schadet. Und niemand kontrolliert die Homeoffice-Kräfte — das kann doch nicht gutgehen…?!

    Wenn der Kollege oder Chef sich morgens gute 30 Minuten mit seinem Smartphone im WC verbarrikadiert, um Nachrichten zu lesen und nachmittags genüsslich einen Kaffee mit seinem Kumpel trinkt, ist das in Ordnung, er ist ja im Büro! Von dem, der zuhause arbeitet, erwartet man dagegen 100%-ige Erreichbarkeit, sogar auf dem WC, sonst erntet man böse Kommentare („hat dich mein Anruf beim Nickerchen gestört?“) oder man muss Rede und Antwort stehen, was man gerade tue. Während mich niemand fragt, warum ich bei der Webkonferenz außerhalb meiner eigentlichen Arbeitszeiten/-tage eingewählt bin oder mein Bürotelefon auch am Wochenende aufs Smartphone umstelle, denn das „ist ja das Mindeste, was Sie mit dem Homeoffice tun können“…

    Es ist also trotz Digitalisierung und den vollmundigen Reden über mobile Arbeit, Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit noch ein sehr langer Weg für uns Homeoffice-Mitarbeitern, bis wir als vollwertig akzeptiert werden.

    • Isabell Kremer Isabell Kremer schreibt am 5. März 2018 um 11:57:

      Hallo und vielen Dank für den Einblick in Ihr Arbeitsleben!
      Tatsächlich muss in Sachen Akzeptanz noch viel geschehen… Da sind wir uns einig. Doch ein „Umdenken“ braucht leider Zeit und auch, wenn man 19 Beispiele von Kollegen kennt, bei denen man auf Grund der Arbeitsleistung nicht weiß, ob Sie im Homeoffice oder dem Büro sind; so fällt den Widersachern immer noch genau der eine Kollege ein, der im Homeoffice tatsächlich auf der faulen Haut liegt. Oftmals wird generalisiert und die schwarzen Schafe werden dann stärker gesehen als die fleißigen Kollegen. Doch ich bin zuversichtlich, dass sich die Denkweise hier den Gegebenheiten der Zeit anpassen wird. Auf was ich hier anspiele, können Sie übrigens in meinem Blogbeitrag zum Thema New Work nachlesen. https://blog.ergodirekt.de/digitales-leben/was-ist-new-work/
      Und herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog und diesem Thema speziell. Ihnen eine gute Woche!

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