LEGO Serious Play – Wenn Berufstätige mit Bausteinen spielen

LEGO Serious Play bei ERGO Direkt

Wer das sieht, staunt Bauklötze: Angestellte sitzen in einem Besprechungsraum und setzen LEGO-Steine zusammen. Doch hinter dem Spaß steckt Methode, erklären Carolin Rung und Ruth Schläger aus unserer Personalentwicklung.

Sonja Schlusche: Ihr habt an einem „LEGO Serious Play“-Workshop in Nürnberg teilgenommen. Was kann man sich darunter vorstellen?

Ruth Schläger: Bei LEGO Serious Play spielen Erwachsene mit LEGO-Steinen. Das macht Spaß, unterstützt aber vor allem dabei, neue Ideen und kreative Ansätze zu entwickeln, um Problemstellungen im Arbeitsalltag zügig zu lösen.

Was habt ihr bei dem Workshop erlebt?

Carolin Rung: Das Treffen begann mit einer Einführung in LEGO Serious Play. Wir lernten die vier Grundschritte der Methode kennen: Fragestellung, Bauen, Erzählen und Reflexion. Zum Aufwärmen erhielt jeder Teilnehmer Wortkarten mit Begriffen wie „Wandel“, „kundenfreundlich“ oder „Telefonservice“. Jeder von uns hatte sieben Minuten Zeit, um seinen Begriff mit LEGO zu bauen. Anschließend stellte jeder seinen Prototyp in der Gruppe vor. In dieser Phase ist es wichtig, dass jeder Teilnehmer erzählt und jede Stimme gehört wird. Danach bearbeiteten wir mithilfe der Methode Fragestellungen rund um Innovation, Arbeit 4.0, Teamarbeit und Strategie.

Wofür ist LEGO Serious Play gut?

Ruth Schläger: Mit den LEGO-Steinen zu arbeiten, ist eine bewusste Abkehr von den herkömmlichen Methoden. Es ist als würde man mit seinen Händen denken. Anhand des Gebauten lassen sich viele Aspekte darstellen und verbalisieren, die man mit Worten schwer ausdrücken kann: Visionen, Strukturen und Eigenschaften oder auch Erwartungen und Bedürfnisse. Die Bauwerke, die entstehen, bilden dabei Metaphern für die Sicht auf ein Thema.

Carolin Rung: Dass das so gut funktioniert, liegt daran, dass der Mensch über eine stark ausgeprägte Verbindung zwischen Händen und Gehirn verfügt. Wer in Kreativprozessen und beim Kommunizieren die Hände einsetzt, fördert seine Hirnaktivität und regt seine Phantasie an. Es entsteht eine spielerische Atmosphäre, die wiederum Mut und Offenheit schafft und Stress minimiert.

Welches Fazit zieht ihr aus dieser Veranstaltung?

Carolin Rung: Mich begeistert, dass die altbekannten LEGO-Steine aus der Kindheit auf so innovative Weise in der Personalentwicklung wieder zum Einsatz kommen.

Ruth Schläger: Besonders fasziniert hat mich, wie innerhalb kürzester Zeit ein Zusammenhalt in der Gruppe entstanden ist. Alle waren daran interessiert, gemeinsam eine Lösung für das jeweilige Problem zu entwickeln.

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