Home-Office: Nicht vor Ort, aber trotzdem bei der Arbeit

Der Arbeitsplatz zu Hause bietet mir die Möglichkeit, den hektischen Alltag zu entschleunigen. Aber: Home-Office ist kein Ponyhof.

Home-Office bei ERGO Direkt

Rrrrrrinnnnnng – der Wecker ist wie immer gnadenlos und klingelt um Viertel nach sechs. Raus aus den Federn, die Kinder wecken, dann schnell in die Küche, Schulbrote schmieren, Kaffee kochen, Frühstück richten. Danach ab ins Bad, duschen – was zieh ich bloß an? Tschüss Kinder, bis heute Nachmittag. Mist, es regnet, das Fahrrad bleibt im Schuppen, wo ist der verdammte Autoschlüssel? Und dann – steh ich im Stau …

Wenn ich doch nur zu Hause bleiben könnte … Nein, nicht als Hausfrau, aber am eigenen Schreibtisch daheim entspannter in den Job starten – das wäre schon was! Immer wieder habe ich mit diesem Gedanken gespielt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiteten in Deutschland 2012 7,7 Prozent der Erwerbstätigen manchmal oder hauptsächlich im Home-Office. Im europäischen Vergleich nimmt der Heimarbeiter-Anteil vor allem in den skandinavischen Ländern, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz stark zu. Laut einer neuen Studie entscheidet übrigens der Charakter, wer im Home-Office produktiv ist.

Die richtige Ausstattung muss sein

Gut, dass ich Mitarbeiter von ERGO Direkt bin, denn hier gibt es für einige Abteilungen die Möglichkeit, sogenannte alternierende Telearbeit (Home-Office) wahrzunehmen. Das bedeutet, je nach Bereich und persönlicher Aufgabe kann der Mitarbeiter seine Arbeit teilweise von zu Hause aus verrichten.

In Abstimmung mit dem Vorgesetzten wird die grundsätzliche Umsetzbarkeit besprochen, das heißt, erlaubt es die Tätigkeit des Mitarbeiter überhaupt, von zu Hause aus zu arbeiten und wenn ja, an welchen Tagen der Woche. Ist dies geklärt, müssen ein paar weitere Voraussetzungen erfüllt werden: ein ungestörter, ergonomischer Arbeitsplatz mit ausreichend Licht und PC-Technik, die via Internet den Zugriff auf den ERGO Direkt-Server und das uneingeschränkte Arbeiten von zu Hause aus sicher stellt.

Sechs Monate Probezeit

Wenn alles eingerichtet und freigeschaltet ist, habe ich ein halbes Jahr Zeit, meine „Telearbeitsplatz-Eignung“ zu testen. Denn, auch wenn der Tag entspannter beginnt, Home-Office ist kein uneingeschränktes Vergnügen. Selbständiges Arbeiten und Selbstdisziplin sind oberste Voraussetzung.

Das heißt, ich setze mich jetzt an meinen PC und erledige meine Aufgaben, obwohl die Spülmaschine gerade zum Ausräumen fertig wäre und ich doch dringend das Altglas entsorgen will. So verführerisch es sein mag, nebenbei zu arbeiten und eigentlich den Haushalt zu schmeißen – der Telearbeitstag ist ein ganz normaler Arbeitstag, inklusive Zeiterfassung.

Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen

Wenn man sich dieser Dinge aber bewusst ist und sich an gewisse Regeln hält – ist die Telearbeit eine tolle Sache! Kollegen und Kolleginnen, die im Home-Office arbeiten können, bestätigen es: Man kann zu Hause ungestört und konzentriert seine Themen abarbeiten. Termine und spontane Unterbrechungen, die der Büroalltag oft mit sich bringt, sind hier außen vor. Und trotzdem ist man über Mail und Telefon mit den Kollegen und Vorgesetzten in Kontakt. Dazu fällt der oft lange Arbeitsweg weg, was mir persönlich Zeit, Nerven und Kosten spart.

Home-Office bei ERGO Direkt

ERGO Direkt Versicherungen haben im Jahr 2011 die Möglichkeit der alternierenden Telearbeit innerhalb der Betriebsvereinbarungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verankert. Von den rund 1.800 Mitarbeitern nutzen aktuell 150 einen regelmäßigen und dauerhaften Telearbeitsplatz – darunter sind übrigens auch Führungskräfte. Leider lassen es nicht alle Aufgabenfelder im Unternehmen zu, den Arbeitsplatz nach Hause zu verlegen.

Dennoch ist das Home-Office eine von mehreren Maßnahmen, die die Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützen sollen, das berufliche und private bzw. familiäre Leben miteinander in Einklang zu bringen. Denn wer weniger gestresst ist, leistet mehr, ist seltener krank und hält dem Unternehmen die Treue. Und ERGO Direkt gewinnt mit solchen Angeboten für zukünftige Mitarbeiter an Attraktivität.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Thema Home-Office? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Was sagen Sie zu diesem Thema?

1 Kommentar

  1. Jasmin Trübenbach Jasmin Trübenbach schreibt am 11. Juli 2014 um 9:39:

    Mit einem Homeoffice Arbeitsplatz würde ich mir insgesamt 120 km, zwei Stunden Fahrtzeit, eine Menge Spritkosten sowie viele Nerven sparen. Deshalb finde ich, dass das wirklich ein tolles Angebot seitens des Arbeitgebers und ein großer Vertrauensbeweis an den Mitarbeiter ist.

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