Ferienzeit ist Fotozeit – Teil 2

Frau_Kamera_Meer_Urlaub_Blog_Twitter_FBAm Pfingstwochenende blieb der Eiffelturm geschlossen. Die Mitarbeiter streikten, um auf die aggressiven Machenschaften von Taschendieben aufmerksam zu machen. Auch in anderen touristischen Zentren ist das Diebstahlrisiko hoch. Wir zeigen Ihnen darum, wie Sie sich und Ihre Kamera vor Langfingern wappnen können.

Eine Hausratversicherung leistet zwar bei Einbruch-Diebstahl und Raub. Ein sogenannter einfacher Diebstahl wie der Taschendiebstahl ist allerdings nicht versichert. Andernfalls wären die Versicherungsbeiträge dramatisch höher.

Dies ist der zweite Beitrag aus der Reihe „Ferienzeit ist Fotozeit“. Mehr über Reisefotografie erfahren Sie unter Tipps zur optimalen (Foto-)Reisevorbereitung und Tipps zum richtigen Archivieren der Bilder.

Objektive, Blitze und Kamerabodys richtig verpacken

Die Originaltransportlösungen für Objektive und ähnliches haben einen entscheidenden Nachteil: Auch verpackt ist das teure Objektiv für Diebe als solches zu erkennen. Zudem sind die Köcher für Teleobjektive oft so groß, dass kaum mehr als ein Objektiv ins Handgepäck passt. Ich packe deshalb Objektive und Blitze in lange Wandersocken ein.

Selbst wenn ich am Flughafen, im Flugzeug oder auch vor Ort meinen Rucksack öffne, ist umstehenden Personen nicht sofort klar, was ich dabei habe. Gelegenheit macht dann zwar immer noch Diebe, bisher hat diese Schutzmaßnahme allerdings immer funktioniert.

Einen guten mechanischen Schutz bieten dicke Wandersocken.

Wer kennt sie nicht, die professionellen Privatfotografen mit riesigem Kamerarucksack, Stativen und Reporterweste. Bei dieser Ausrüstung steigt die Diebstahlchance gegenüber dem durchschnittlichen Touristenrucksack deutlich.

In Reiseführern wird oft davor gewarnt, teure Kameras auf Märkte mitzunehmen, da dort viele Taschendiebe unterwegs sind. Gerade auf Märkten in fremden Ländern bieten sich jedoch tolle Motive, wie „die alte Dame mit exotischem Gemüse“, „der Wasserträger“ oder andere Sujets vom quirligen Treiben. Deshalb nehme ich selbstverständlich eine Kamera mit auf Märkte, in Souks, Basare und Ladenstraßen.

Zum Schutz verberge ich meine Kamera einfach in einer Plastiktüte, die ich mir vor Ort beschafft habe. Denn zum einen tragen viele Menschen exakt diese Beutel auf den Märkten. Zum anderen hängt die Kamera tief am Boden, sodass ein Dieb extrem geschickt sein muss, um meine 1,5 kg Kamera unbemerkt zu entwenden.

Kamera vor Stürzen schützen

Den Schreckmoment, wenn die DSLR nach einem endlos scheinenden Fall den Boden berührt, kennen sicher viele Fotografen. Was sind die häufigsten Gründe für einen Sturz der Kamera oder eines Zubehörteils:

• Schulterriemen nicht richtig eingelegt und fixiert

• Blitz oder Objektiv nicht korrekt arretiert

• Kamera nur halbherzig am Stativ festgezogen

Viele Fotofreunde schwören auf die Nutzung von Schnellwechselplatten an der Kamera. Denn so kann auf einer Schiene sowohl der Schultergurt befestigt werden, als auch die Kamera am Stativ fest montiert werden. Zusätzlich lässt sich dieses Schraubsystem noch hintersichern, also redundant absichern. Wer darauf achtet, dass die Arretierungsschraube der Schnellwechselplatte nach unten zeigt, erschwert Dieben die Arbeit zusätzlich.

Datensicherung unterwegs oder was tun, wenn die Polizei alle Bilder löschen möchte

Wer schon einmal daneben stand und zuschauen durfte, wie alle seine Urlaubsbilder von einer Amtsperson gelöscht wurden, wird sicher eine Strategie haben, um Bilder vor Zugriff zu schützen. Nachdem ich einen afrikanischen Staudamm fotografiert hatte, wurde mir vor Ort amtlich eröffnet, dass dies eine militärisch strategische Anlage sei und meine Speicherkarte gelöscht werden muss. Seitdem verwende ich auch bei kürzeren Urlauben mehrere CF-Karten, damit im Zweifel wenigstens ein Teil gerettet ist. Da auch mein aufgegebenes Gepäck einmal um teure Gegenstände erleichtert wurde, trage ich Speichermedien stets im Handgepäck. Im Urlaubsland selbst verteile ich die Karten dagegen großzügig im Gepäck. Denn nicht nur an der Börse gilt:

„Lege nicht alle Eier in einen Korb.“
(Sancho Panza in „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes)

Dies ist der zweite Beitrag aus der Reihe „Ferienzeit ist Fotozeit“. Mehr über Reisefotografie erfahren Sie unter Tipps zur optimalen (Foto-)Reisevorbereitung und Tipps zum richtigen Archivieren der Bilder.

Sicher gibt es noch mehr sinnvolle Tricks zum Schutz der eigenen Ausrüstung. Über eine Vervollständigung über die Kommentarfunktion freue ich mich. Der nächste Artikel handelt vom Datenhandling nach dem Urlaub. Denn wie viele digitale Bilder werden nach dem Urlaub nie wieder angesehen …?

Alles rund um das Thema Sehen in der digitalen Welt lesen Sie in unserem aktuellen Online-Magazin.

 
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