Die besten Ski-Apps

Zum Thema Skifahren gibt es unzählige Apps, aber welche sind in der Praxis tatsächlich nützlich? Ich habe einige Ski-Apps getestet. Dabei bin ich auf Ideen für neue Funktionen gestoßen – ich bin gespannt, was Sie dazu sagen!

Skiapps im VergleichAls leidenschaftlicher Skifahrer und „mobile-begeisterter“ Mensch habe ich mir letzte Woche Gedanken gemacht, welche Apps rund um das Thema Skifahren sinnvoll sind und eine wirkliche Erleichterung bringen.

Vielleicht bin ich das Thema im Vorfeld etwas naiv angegangen. Ich war wirklich der Meinung, dass Skifahren extrem viele sinnvolle Ansätze bietet, gerade im Navigations- und Gastro-Bereich. Denn zum Skifahren gehört der Einkehrschwung ja obligatorisch dazu. Aber leider gibt es hier nicht wirklich Apps, die meine Erwartung erfüllt haben.

Deshalb möchte ich hier auch nicht Werbung für spezielle Apps machen, sondern nur einen kleinen Überblick bieten, in welche Richtungen die Apps derzeit gehen – natürlich habe ich dabei meine „Versicherungsbrille“ auf und betrachte die App-Landschaft aus Sicht eines Versicherers. Außerdem möchte ich Ihnen einen Ausblick bieten, wohin die Reise in Sachen Skifahr-Apps gehen könnte.

Ein erster Überblick
Aktuell gibt es bei iOS und Android eine Vielzahl von Ski-Apps. Ein ziemlich aktueller Artikel der Zeitschrift CHIP bietet eine tolle Übersicht. Dazu kommen dann noch die unterschiedlichen Apps der einzelnen Skigebiete. Doch leider handelt es sich dabei oftmals um reine Werbemaßnahmen.

Informationen stehen im Vordergrund
Die meisten Apps kommen im Vorfeld der Skireise zum Einsatz. So verfügen die Apps oft über Schneeberichte, Schneehöhen und Wettervorhersagen für die betreffenden Skigebiete. Ich hatte insgesamt drei Ski-Apps zum Thema Wetterbericht im Einsatz. Und alle haben das Wetter ziemlich genau vorhergesagt. In meinem Fall war das wirklich eine reife Leistung. Denn ich habe alles mitgenommen: Strahlender Sonnenschein, Schneesturm, Nebel und Wind.

Aber die besten Anwendungen sind für mich Trackingapps: Denn es ist echt cool, wenn man am Abend sieht, wie viele Höhenmeter, Pistenkilometer etc. man auf den Pisten zurückgelegt hat. Da hat man auch auf jeder Skihütte aufmerksame Zuhörer, wenn man seine Leistung in der App checkt.
Des Weiteren helfen die Apps auch in Punkto Wissen: Wer liebt ihn nicht, den Blick ins Alpenpanorama. Aber auf welchen Gipfel blicke ich gerade, wenn ich in Richtung Süden schaue? Hier gibt es Anwendungen, die tracken, wo man sich gerade befindet und genau anzeigen, welche Berggipfel einen umgeben. Zugegeben, das sind nette Spielereien, aber ein wirklicher Mehrwert ist das nicht.

Mein Ausblick: ein Plädoyer an alle App-Entwickler
Als Fazit muss ich sagen, dass ich mir insgesamt mehr von den Ski-Apps erwartet habe. Letztlich habe ich die meisten Anwendungen im Vorfeld des Skifahrens genutzt. Ein Wettercheck, Testberichte zu Skigebieten, Pistenpläne etc. – alles Dinge, die man vor dem Skiurlaub erledigt. Aber wirkliche Mehrwerte haben mir die Apps bisher immer noch nicht geliefert.

Ein Blick in die Zukunft
Viel Hoffnung lege ich deshalb in die Weiterentwicklung der Datenbrillen – sogenannten Smartglasses. Hier bieten sich Skibrillen gerade zu an, da sich die Technik super hinter den verspiegelten Brillengläsern der großen Skibrillen verstecken lässt.

Navigations-Apps, Video- und Fotofunktionen, Gastroführer etc sind Anwendungsfälle, die ideal zu den Smartglasses passen. Sie geben im Vorfeld an, ob Sie ein geübter Skifahrer sind, oder ob Sie beispielsweise Buckelpisten vermeiden möchten. Über Trackingfunktionen werden Ihnen dann Pistenvorschläge und Navigationshilfen direkt auf Ihre Skibrille ins Display geliefert. Warum einen Lift anfahren, an dem ich 20 Minuten anstehen muss, wenn an einem anderen List die Wartezeit kürzer ist? Das sind praktische und sinnvolle Anwendungen, die sich ideal integrieren lassen.

Ebenso könnte man das lästige anstehen für den Skipass lösen. Warum kann ich den Skipass nicht über eine App kaufen. Die Technik ist mittlerweile so ausgereift, dass man den Skipass problemlos auf dem Handy ablegen kann. Bei Flugreisen wird das ja bereits gelebt – ich habe mein Ticket immer in Passbook und als Code auf meinem Smartphone. Mein Smartphone habe ich immer dabei – selbst beim Skifahren. Dieser Ansatz ist jetzt auch keine Zukunftsvision, die irgendwann in zehn Jahren auf den Markt kommen könnte. Eigentlich ist dies jetzt schon technisch problemlos möglich.

Gut kann ich mir auch die Verbindung zu den Fitness-Armbändern vorstellen. Verknüpft mit einer App, Smartwatch oder Smartglass zeigen Sie mir an, wann ich besser eine Pause machen sollte oder auch wo ich diese am besten einlegen kann. Verbunden mit Couponing-Diensten der Hüttenbetreiber bekomme ich dann den Jagertee auf meiner Lieblingshütte 20 Prozent günstiger. Ich freu mich schon darauf. 🙂

Also liebe Betreiber von Skigebieten, liebe App-Entwickler, ich baue auf Sie!

Übrigens: Im Blogbeitrag „Winterzeit – Unfallzeit“ beschäftigt sich meine Kollegin Jasmin Trübenbach mit der richtigen Absicherung fürs Skifahren.

Was sagen Sie zu diesem Thema?

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